Kritik zu Setyøursails NIGHTFALL

Setyøursails NIGHTFALL

Melodic Hardcore, Napalm/Universal (13 Songs / VÖ: 21.1.)

5/ 7
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Die noch junge Melodic Hardcore-Band Setyøursails segelte … ähm, nein, stellte 2018 ein erstes Album (ENOUGH) auf die Beine. Mit NIGHTFALL gesellt sich nun ein weiteres Werk in ihre Diskografie. Durch die sehr saubere und starke Produktion steht kein Track auf wackeligen Beinen. Die Band kombiniert leicht im Kopf sitzenbleibende Melodien mit einer Instrumentation, die für sich zwar keine gänzlich allein funktionierende Struktur innehat, aber trotzdem genug Abwechslung zulässt. So wird mit Nummern wie ‘Fckoff’ mal mehr auf den Putz gehauen, und mal weniger wie mit der ruhigen Ballade ‘Secrets’. Variation entsteht auch durch den Gesang: eine Klarstimme mit der Eleganz und Coolness von Paramore kombiniert mit wuchtigen, alles einreißenden Shouts.

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Setyøursails probieren in ihren Kompositionen keine waghalsigen Aktionen, sondern setzen stattdessen vielmehr auf sicher funktionierende Elemente aus Pop, Rock, Metal und Hardcore. Ein bisschen arg fällt der letzte Track, ein Cover des Duett-Songs ‘Shallow’ (im Original von Lady Gaga und Bradley Cooper), aus dem Rahmen und bildet dadurch einen kleinen musikalischen Rausschmeißer; für das Ende aber vertretbar. Alles in allem fügt sich NIGHTFALL zu einem überaus runden Album zusammen. Ein Streberwerk unter den Zweitalben, das noch Platz zum Experimentieren lässt.

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