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Silver WOLF CHASING WOLF Review

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Als Silver 2004 im Vorprogramm ihrer norwegischen Landsmänner von Turbonegro die Bühne enterten, kam dies der energetischen Entladung einer Glam Punk-Zeitmaschine gleich.

Doch die Reinkarnationsphase der Band als bunter Hundehaufen mit aus der Gosse gezogenen Heroen-Vorbildern von Hanoi Rocks über Social Distortion bis zu den Dogs D’Amour sollte nicht lange anhalten: Bereits das zweite Album WORLD AGAINST WORLD war musikalisch wie optisch weitaus düsterer und härter.

Weitere Besetzungswechsel später (der ehemalige Amulet-Drummer Jonas Thire trommelt jetzt, während Oyvind Kaasa die dritte Gitarre bedient) hauen Silver mit WOLF CHASING WOLF nun noch noisiger auf die Kacke. Bei diesem Bastard aus Punk, Neunziger-Hardcore und Industrial-Samples bleibt kein Auge trocken. Kompromisslos gehen Silver den Weg des größten Hörwiderstands und verhöhnen längst verwässerte Punk-Ideologien mit einem massiven Mittelfinger.

Hier und da scheinen wie in ‘Where Vultures Gather’ alte Wegbereiter wie die Dead Boys durch oder werden wie auf ‘Any Road’ Social Distortion und The Damned bedacht, aber insgesamt gelingt Silver der Kunstgriff, dem recht ausgelutschten Punk mit einer gehörigen Priese Angepisstheit ganz neue, explosive Impulse zu verleihen.

Und auch wenn man damit kommerziell vielleicht nichts verdient, verdient das vor allem eines: Respekt.

Frank Thiessies

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Februar-Ausgabe des METAL HAMMER.


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