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Sonata Arctica CLEAR COLD BEYOND

Power Metal, Atomic Fire/Warner (10 Songs / VÖ: 8.3.) 

5/ 7
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Lässt man die letzten akustischen Zwischen­alben außer Acht, befinden sich ­Sonata Arctica längst wieder auf Kurs – die groben stilistischen Irrfahrten liegen nun mehr als zehn Jahre zurück. Allerdings betont jetzt CLEAR COLD BEYOND auf besonders eindringliche Weise jene Elemente, die die winteraffinen Finnen in ihrer „goldenen Ära“ auszeichneten: Mut zum und Lust am Experimentieren mit Strukturen und Melodien (‘Dark ­Empath’, ‘Angel Defiled’), Freude an vermeintlichem Quatsch und Naivität (‘California’ („… falls into the sea.“), ‘A Monster Only You Can’t See’), und natürlich das einzigartige Miteinander aus Melancholie, Romantik und Lebensfreude (‘Cure For Everything’). Damit packt und unterhält CLEAR COLD BEYOND durchgängiger als die zurückliegenden zwei, drei Alben. Trotz progressiver Ansätze (‘Teardrops’) bleiben die neuen Songs durchweg greifbar und nachvollziehbar; die meisten Stücke geben sich dabei turbulent bis rasend wie in frühen Tagen der Band, klassisch flankiert von bimmelnden Keyboards.

Zugegeben: zu gewissen Teilen funktioniert CLEAR COLD BEYOND mehr über Gefühl als sofort haftende und zwingende Melodien. Aber: Es funktioniert. Ausschlaggebend dafür ist nach wie vor Tony Kakko, der dieser Tage auf die ganz ­hohen Töne verzichten mag, dafür mit seiner gereiften Stimme auf ganz andere Kniffe zugreifen kann, um zu umschmeicheln. Das elfte Studioalbum ist ein erwachsener Blick zurück – Fan-Herz, was willst du mehr?

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