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Sunn O))) Kannon

Drone Doom, Southern Lord/Soulfood (3 Songs / VÖ: erschienen)

5/ 7
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Ein fundamentales Problem ihrer Alben konnten und können Sunn O))) nicht abstellen: Die physikalische Intensität, die ihre monolithischen Drones live jenseits des reinen Hörens ausstrahlen, lässt sich aus Mangel an passendem Hi-Fi-Equipment und toleranten Nachbarn nicht reproduzieren. Als Surrogat bietet ihre langsame musikalische Evolution zunehmend mehr Texturen, über das reine Feedback hinausgehend. Und jetzt, sechs Jahre nach dem letzten Album -MONOLITHS & DIMENSIONS, auch fast schon greifbare Melodiefragmente. Sunn O)))s Ansatz bleibt dabei einer der extremen Dekonstruktion; sie zitieren Darkthrone, aber das ist, als würden sie ein Bild des TRANSILVANIAN HUNGER-Covers so extrem vergrößern, bis ein Pixel den ganzen Rahmen füllt – natürlich in Schwarz. Apropos: BLACK ONE, für mich ihr Meisterwerk bis dato, bleibt auch durch KANNON nicht erreicht, und das liegt daran, dass schlicht der gewählte Rahmen zu klein ist: Wo einst 67 Minuten ein Drama in Drone durch den Raum wogen ließen, ist KANNON mit 34 Minuten einfach zu kurz, um über den EP-Charakter, über das Manifestieren einer Idee in drei Aufzügen, hinauszukommen. Dafür ist KANNON die beste Einstiegsdroge in die Welt von Sunn O))), weil kompakt, vergleichsweise wenig monoton und sehr metallisch.

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