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The Sword Warp Riders

Stoner Rock, Kemado/RTD 10 Songs/49:03 Min. / VÖ: 27. August 2010

6.0/ 7
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Foto: Kemado/RTD

Bezüglich Attitüde und Authentizität waren The Sword schon immer arschcool. Klar, als Black Sabbath-Jünger, Stoner-Freunde sowie Anhänger eher klassischer Metal-Tendenzen von Thrash bis Sludge hat man bei Gleichgesinnten eh schon einen Stein im Brett. Allerdings hatten ihre beiden Alben bis dato nicht die gleiche entsprechende Überzeugungskraft.

Zu ungehobelt bis schwammig war die Produktion, bei der sowohl Sänger und Gitarrist John „J. D.“ Cronises Stimme als auch jede Spur von Song-Idee im diesigen Dunst verschwammen. Mit WARP RIDERS wird jetzt alles anders. Nicht nur, dass J.D. diesmal das Regel-Ruder an einen erfahrenen Außenstehenden, nämlich Matt Bayles (Isis, Mastodon) übergeben hat. Nein, neben transparenterem Klangbild haben auch Songwriting und lyrische Ausrichtung einen Quantensprung hingelegt.

WARP RIDERS ist ein wachechtes Sci-Fi-Konzeptalbum geworden, dessen versponnene Geschichte sich vor Coheed And Cambrias Erzählkunst nicht verstecken muss. Auch musikalisch geht die Horizonterweiterung zunehmend weg von stumpfer Riff-Verwurstung, stattdessen vermehrt in alte Hard Rock- und gelegentlich gar Southern Rock-Richtung, was J.D.s Gesang zusätzlich zugute kommt. Zur sexy Basis haben sich nun also auch noch Hirn und melodisches Verständnis gesellt, was The Sword somit offiziell oberarschcool und schneidig macht.
 


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