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The Vision Bleak The Unknown

Gothic Metal, Prophecy/Soulfood (9 Songs / VÖ: 3.6.)

6/ 7
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Alles neu macht die Hex’? Was Allen B. Konstanz und Ulf Theodor Schwadorf im Vorfeld des -neuen Albums ankündigten, klang nach einem kompletten Um-bruch – und, ja, THE UNKNOWN tönt anders als seine fünf Vorgänger, doch Fans der Schauermärchenmetaller müssen sich nicht sorgen.

Der Hang zu folkloristischem Horror, erhabenem Gothic Doom und be-schwörerischen Hymnen ist allgegenwärtig. Das Duo sprengt sein Korsett also nicht mit dem Stahlhammer, aber doch dem großen Knüppel und atmet hörbar frei schwermetallhaltige Luft. Die neuen Songs drücken und krachen mehr, heftigeren Gitarren, häufigerem Kreischen Schwadorfs und oft aggressiverem Gesang sei Dank. Doch alles im Maße! ‘How Deep Lies Tartaros?’ entfaltet zwar beinahe gehetzte Death Metal-Wucht, noch unterstrichen durch den teils keifenden Gesang, behält aber stets die mystische, doomige Grundstimmung bei, die auch immer wieder überhandnimmt.

In dieser liegt auch nach wie vor die Stärke von The Vision Bleak, was der Quasi-Titel-Track und Instant-Livehit ‘Into The Unknown’ in seiner finsteren Einheit aus groovendem Riffing, Akustikgitarre und einnehmendem Goth Rock-Refrain unterstreicht. Ebenfalls ganz groß: das Wechselspiel aus Doom, Klavier und Galopp im mystischen ‘The Whine And The Cemetery Hound’ – nicht der einzige Song, der Erinnerungen an weniger verkopfte alte Opeth-Alben wachruft. THE UNKNOWN ist Gott sei Dank kein Neustart, sehr wohl aber neues, loderndes Feuer auf der Fackel.


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