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Tremonti Dust

Modern Metal, Fret 12/H’art (10 Songs / VÖ: 29.4.)

5/ 7
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Bei Musikern, die diverse Bands am Laufen haben und im Jahresrhythmus neue Studioalben veröffentlichen, stellt sich irgendwann zwangsläufig die Qualitätsfrage: Kann man tatsächlich mehrgleisig fahren und dabei das kompositorische Level jederzeit hoch halten?

Selbst im Fall von Gitarrenheld Mark Tremonti und seiner letztjährigen Veröffentlichung CAUTERIZE machte sich der Eindruck breit, dass die Kreativität nicht unerschöpflich ist (wobei das Niveau immer noch verhältnismäßig hoch war). Nicht mal ein Jahr später erscheint DUST, das in denselben Sessions entstand wie sein Vorgänger. Inhaltliche Unterschiede sucht man demzufolge vergebens. Tremonti schrubbt sich zeitgeistig (und heftig) über das Griffbrett und fängt das Ganze mit melodischen, teilweise sogar alternativen Gesangslinien auf. Stilistisch fällt DUST mittlerweile in die moderne Metal-Ecke. Wer auf Bands wie Demon Hunter, Five Finger Death Punch oder Red steht, wird hier einige Glücksmomente entdecken.

Speziell, wenn der 42-Jährige die Riff-Maschine anwirft und wie ein Derwisch weg-galoppiert, werden Metal-Herzen höher schlagen. Zur Pulssenkung bietet DUST auch Balladen, die dank des druckvollen Sounds nie ins Klischee abrutschen. Dieses Album knallt mehr als CAUTERIZE (ist auch ein Stück weit die bessere Scheibe), am meisten Sinn hätte es aber (wie so oft) ergeben, wenn man die besten Lieder der Sessions zu einem durchweg glanzvollen Ganzen vereint hätte.


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