Das peinliche Wortspiel sei erlaubt: So ein wenig ist den an Kriegsepen wie I KRIG und MILORD gestählten Norwegern Vreid die Munition ausgegangen. Stattdessen dürfen sie sich jetzt den Mythos Windir, aus denen sie nach dem tragischen Tod von Chefdenker Terje Bakken hervorgegangen sind, endgültig fett aufs Banner schreiben: Mit dem Neuzugang von Gitarrist Stian Bakketeig sind jetzt bis auf den Keyboarder alle Ex-Windir-Mannen versammelt.
Das direkte Erbe der Viking Black Metal-Legende wollen sie damit trotzdem nicht antreten, aber die Ausweichmanöver führen auf V in teils recht unerquickliches Terrain: Der Black’n’Roll-Vibe früher Vreid-Alben ist völlig verschwunden, dafür herrschen eine geradezu klinische Riffkultur und leblos heiserer Gesang, in denen hier und da geschmäcklerisch melodische Wendungen vergeblich Atmosphäre zu schaffen versuchen.
Immerhin: Die übertrieben schroffe Gangart der ersten Hälfte weicht mit dem gut zehnminütigen ‘The Other And The Look’ traditonellerer Black Metal-Klangkunst. Ein klares Unentschieden also, was dieses Album angeht – und bedenklicherweise auch, was die Vision der Band betrifft.
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