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W.A.S.P. BABYLON Review

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So richtig schlechte Alben hat Herr Lawless ja eigentlich nie gemacht, auch nicht in der jüngeren Phase seiner Karriere. Aber an die letzte richtig scheppernde Großtat DOMINATOR (2007) reicht BABYLON leider nicht heran. Dafür fehlt es der Scheibe – vom wirklich saustarken ‘Live To Die Another Day’ mit seinem Götter-Refrain mal abgesehen – an mehr soliden Krachern. Zudem sind mit Deep Purples ‘Burn’ und Chuck Berrys ‘Promised Land’ unter den neun neuen Songs auch gleich noch zwei Cover-Versionen vertreten, was dem Vorwurf der Ideenlosigkeit zusätzlich in die Hände spielt.

Noch fraglicher ist in diesem Zusammenhang dann auch, wie sich diese beiden un-originären W.A.S.P.-Nummern ins übergestülpte biblische Konzept-Korsett um die vier Reiter der Apokalypse fügen. Wo Purples Song vielleicht thematisch noch einigermaßen passt, wirkt der flockige Berry-Rock’n’Roller am Albumende doch irgendwie deplatziert – musikalisch wie thematisch.

Alles in allem eine mittelprächtig solide W.A.S.P.-Scheibe. Keineswegs ein Totalausfall, aber man ist aus jenem guten Hause durchaus Besseres gewohnt. Vor dem jüngsten W.A.S.P.-Gericht hat BABYLON somit so seine Schwierigkeiten, gänzlich ungestraft von Kritik zu bestehen.

Frank Thiessies

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der November-Ausgabe des METAL HAMMER.


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