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Wolfheart DRACONIAN DARKNESS

Melodic Death Metal, Reigning Phoenix/Warner (9 Songs / VÖ: 6.9.)

5.5/ 7
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Tuomas Saukkonen ballert – aber mit Sinn und Ver­-stand. Seine Band Wolfheart ist seit gerade mal etwas mehr als zehn Jahren im Ge­schäft, doch der Finne bringt bereits das siebte Album hervor (von Nebenschau­plätzen wie Before The Dawn und Dawn Of Solace ganz abgesehen). Umso erstaunlicher wirkt es, dass der Hüne mit seiner Hauptgruppe nicht etwa auf Nummer sicher geht, sondern sich (neben einem Label-Wechsel) auch künstlerisch weiterentwickelt: Schon auf KING OF THE NORTH drangen auflockernde Elemente in den nordisch-harschen Melodic Death Metal, doch mit Produzent Saku Moilanens nun noch dominanterer Einbindung von Orchestrationen vollzieht die Gruppe einen weiteren Schritt. Dies mag artifizieller klingen und dem aggressiven Grundton entgegenstehen, ergänzt ihn aber stimmig und pointiert die emotional-melancholische Komponente, die Wolfheart seit jeher innewohnt – mit überzeugenden Ergebnissen wie etwa ‘Death Leads The Way’, das exemplarisch für diverse Hit-Kandidaten steht.

In einigen Songs ergänzt Klargesang die Growls (‘Ancient Cold’, ‘Scion Of The Flame’, ‘The Gale’), in anderen erklingen Chöre (‘Burning Sky’), fragile Überleitungen (‘Grave’) oder finnische Worte (ebenda) – DRACONIAN DARKNESS ist ein großartiges Auf und Ab, eine packende Reise durch alle denkbaren Gefühlszustände und ein weiterer Beweis dafür, dass sich Emotionalität und Stärke keineswegs widersprechen.

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