Seit dem Eloy Casagrande 2024 Sepultura den Rücken gekehrt hat und bei Slipknot eingestiegen ist, trommelt der 23-jährige Greyson Nekrutman bei der brasilianischen Thrash Metal-Instanz. Trotz seines vergleichsweise jungen Alters zeigt sich der Musiker sehr ambitioniert bezüglich seiner musikalischen Ziele.
Keine halben Sachen
„Es ist verrückt. Ich meine, ich habe immer noch etwas damit zu kämpfen, wenn Leute mir sagen, ich sei ihr Lieblingsschlagzeuger. Ich denke mir dann immer: ‚Warum ich?’“, so Nekrutman im Interview mit ‘Drummer’s Review’. „Weil mir Leute aus der Schlagzeugwelt sagten, eine bestimmte Technik oder eine bestimmte Spielweise sei falsch, habe ich das alles über Bord geworfen und herausgefunden, was und wie ich wirklich spielen wollte: eine Mischung aus Jazz und Big Band mit einem etwas aggressiveren Stil und Anlehnung an den verspielten Unterhaltungsstil von Buddy Rich und Sonny Payne (bekannte Jazz-Schlagzeuger – Anm.d.A.) und diesen Typen, die Entertainer waren.
Sie saßen immer im Hintergrund der Band. Sie waren Showmen. Und dann, irgendwann in den Siebzigern, setzte sich diese Vorstellung durch, man müsse nur ein präziser Schlagzeuger sein und sich im Hintergrund halten.
Ich habe vor vielen Jahren mit Mike Clark, der mit Herbie Hancock gespielt hat, genau darüber gesprochen, und er erzählte mir von diesem Trend in den Siebzigern. Diese Art von Showman-Schlagzeuger-Spiel wurde gewissermaßen in den Hintergrund gedrängt, frei nach dem Motto: Das ist nicht mehr unser Fokus. Und ich habe das aufgegriffen und mir gedacht, das ist eine Lücke, die ich füllen kann. […]. Und solange ich mich nicht durch schlechte Technik verletze, keine schlechten Angewohnheiten habe und es funktioniert, dann nutze ich es. Das ist sozusagen meine Regel.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
