Slipknot: Der Entdecker

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Das komplette Interview mit Slipknot findet ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Monte, du hast Slipknot vor ihrem Debüt zu Roadrunner Records geholt. Was an ihnen überzeugte dich zu dieser frühen Zeit ihrer Karriere?

Monte Conner: Es dauerte ehrlich gesagt eine Weile, mich zu überzeugen. Damals konnte man Bands beobachten und warten, bis sie sich entwickelt hatten und bereit waren. Heute muss man viel früher zuschlagen, sonst verpasst man die Chance. Alle wollen früh dran sein und signen alles mit ansatzweise Potenzial, selbst wenn man es noch gar nicht sieht. Ich beobachtete Slipknot etwa sechs Monate, bevor ich mich für sie entschied. Damals hatten sie noch ihren Ursänger Anders Colsefni und schicken mir Tapes, doch ich hielt sie für nicht gut genug. Als Corey Taylor beitrat, änderte sich das. Als ich das Demo von ‘Spit It Out’ mit Corey hörte, wusste ich, dass ich die Band unter Vertrag nehmen muss.

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Tatsächlich ist genau dieses Demo auf dem Band-betitelten Album zu hören, diese Version kennen und lieben Fans heute. Als ich den Song hörte, drehte ich durch und flog nach ­Chicago, wo die Band ein Showcase spielte. Damals waren sie noch zu acht. Trotzdem hauten sie mich um. Meine Frau war dabei. Sie drehte sich zu mir um und sagte: „Diese Band könnte eines Tages so groß werden, dass ich mir vorstellen kann, dass ihre Masken als Halloween-Kostüme oder Merch verkauft werden.“ Sie behielt Recht! Sie führten zu acht die Show auf, die sie 1999 zu neunt beim Ozzfest darboten, und bliesen einen einfach weg! Ich hatte nie zuvor etwas Derartiges gesehen.

„Man konnte von Beginn an hören, dass sie es schaffen können.“

MH: Was ist an dieser Band deiner Meinung nach so besonders?

MC: Sie haben ein tolles Image! Die Art und Weise, wie sie aussahen, ähnelte nichts zuvor Bekanntem. Ich wusste, dass Optik und Image jeden faszinieren würden – alle würden ein Bild dieser Band sehen und sie sofort hören wollen. Ihr einzigartiger Look öffnete viele Türen. Doch man braucht auch gute Musik! Eine Band wie Gwar wurde nie derart groß: Sie hatten ihren Moment, doch sie waren nie riesig, weil ihre Songs dem Image nicht gerecht wurden. Slipknot hatten den Look und die Songs. Ohne die richtige Musik spielt alles andere keine Rolle. Sie hatten beides, und das gefiel mir.

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Man konnte von Beginn an hören, dass sie es schaffen können. Damals sah man sie als Teil des Nu Metal-Genres an. Doch Bands wie Slipknot oder auch System Of A Down und Korn gehen weit darüber hinaus. Slipknot sind dieser Kategorisierung entwachsen, sie gelten einfach als Metal-Band. Joey Jordison und Paul Gray waren damals die Songwriter – mögen sie in Frieden ruhen. Joey war ein Metal-Gelehrter! Als ich ihn zum ersten Mal traf, wusste er alles über Roadrunner, welche Bands ich unter Vertrag genommen hatte und welche Alben wir veröffentlichten.

Er war eine Enzyklopädie, aber auch ein Kind mit großen Augen, das den Typen traf, der seine Lieblingsgruppen unter Vertrag genommen hatte. Joey liebte so viele Arten von Musik, und genau das machte Slipknot zu etwas so Einzigartigem: Sie kombinierten viele Stilrichtungen, spielten mit Death Metal und Grindcore, Nu- und traditionellem Metal – wie ein Schmelztiegel. Alle Einflüsse ergaben einen einzigartigen Ball voller Wut, und heraus kam etwas bis dato Ungehörtes und bis heute Einmaliges. Es gibt keine Band, die wie Slipknot klingt.

Mit welcher Einstellung Slipknot an die Aufnahmen ihres Debüts gingen, wie Corey Taylor die Band einst verändert hat und ob es interne Konflikte gab, lest ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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