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„Teufelsmusik“: Sepultura-Gig im Libanon abgesagt

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Weil die Behörden eingegriffen haben, können Sepultura nicht im Libanon auftreten. Der Staat wirft der brasilianisch-amerikanischen Band vor, „das Christentum zu beleidigen“ und „Teufelsanbeter“ zu sein. So hat der Konzertveranstalter Skull Session mitgeteilt, dass die Behörden sich geweigert haben, die Visa der Band bearbeiten. Deswegen sei man gezwungen, die für den 28. April im Beiruter Hamra-Viertel angesetzte Show abzusagen.

Skull Session durfte zwar nicht die Verbotsanordnung sehen, hat aber Auskunft von Beamten bekommen. „Im Grunde haben wir erfahren, dass sie (Sepultura – Anm.d.R.) als Teufelsanbeter betrachtet werden, dass die das Christentum nicht respektiert haben, und dass die in Israel aufgetreten sind“, gab der Veranstalter zu Protokoll. Weiterhin soll die Gruppe ein Video gedreht haben, mit dem sie Israel unterstütze. Die Entscheidung habe der Chef der Allgemeinen Sicherheitskräfte getroffen.

Missverstandene Metaller

In einem Facebook-Statement bezieht Skull Sessions weiter Stellung: „Wir würden gerne klarstellen, dass diese Anschuldigungen absolut unwahr sind. Die Band hat nicht in Israel gespielt. Das besagte Video (es handelt sich um den Clip zu ‘Territory’ – Anm.d.R.) erwähnt Israels Rassismus ohne es auszusprechen. Der Video-Clip, der 1993 veröffentlicht wurde, enthält Szene der israelischen Unterdrückung, und Band-Mitglieder werden gezeigt, wie sie Tee mit arabischen Klans trinken.“

Obendrein hätten Sepultura das Christentum nicht angegriffen. Vielmehr habe Derrick Green Fotos aus der Kathedrale St. George im ukrainischen Lviv auf seinem Instagram-Profil geteilt. Und mit ihren Texten würden die Musiker die Leute bitten, zu Gott zurpckzukehren und einen abnormal automatisierte Gesellschaft abzulehnen, sprich: nicht den Teufel anzubeten, wie manche interpretieren würden.

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Die Einreisebestimmungen im Libanon sind auf jeden Fall streng und heikel. Reisende mit einem israelischen Stempel im Pass kommen nicht ins Land. Auch wenn die aktuellen Reisedokumente keine israelischen Stempel enthalten, aber herausgefunden wird, dass der oder die Reisende schon einmal in Israel war, muss man offenbar mit Verhaftung und Gefängnis rechnen.

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