Therion: Fan-Pflege

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Christofer Johnsson entwirft ein Album, das archetypisch für Therion steht und die populärsten Elemente seiner Alben in den Vordergrund stellt – das Sinfonische, das Mystische, die Chöre, die großen Refrains. „Das mag einfach klingen, aber tatsächlich war es eine ganz schöne Herausforde­rung“, so der Bandleader. Gemeinsam mit Vikström tauchte er tief ab in die ruhmreiche Vergangenheit seiner Band, in die Zeiten von THELI, VOVIN und SECRET OF THE RUNES. „Irgendwann waren wir in einem regelrechten Strom und kamen gar nicht mehr raus aus dem Komponieren“, erinnert sich Johnsson. „Als wir das nächste Mal die Augen öffneten, hatten wir über 40 Songs. Ich beschloss kurzerhand, daraus eine Trilogie zu machen. Die Songs waren einfach zu gut, um sie auszusortieren.“

Jedem Album gibt Johnsson ein Oberthema, ein zentrales Element im ikonischen Therion-Sound. LEVIATHAN I konzentrierte sich voriges Jahr auf sehr direkte, eingängige Songs wie ihre größten Hymnen. LEVIATHAN II steht für die melancholische, dunkle Seite der Band. Und der kommende dritte Part soll laut Johnsson die volle Breitseite der orchestralen Opulenz ausschöpfen. „Darüber reden wir, wenn es so weit ist“, sagt er mit einem bedeutungsvollen Grinsen. „Aber da kommt was auf euch zu.“ Wahrscheinlich gibt er es ungern offen zu, aber: Es tut ihm durchaus auch mal gut, die Wünsche seiner Fans zu erfüllen. Zumal sie ihm und seiner Band in den letzten Jahren sehr viel durchgehen ließen.

Die Essenz von Therion

„Wir haben sehr offene und tolerante Fans, das macht mich stolz. Ein Stück weit erwarte ich das aber auch von meinen Hörern. Ich will ihnen etwas zumuten können. Diesmal machte es aber einfach riesigen Spaß, den Trademarksound meiner Band zu destillieren. Dafür hörte ich die Lieblings-Songs meiner Fans ganz bewusst an und arbeitete heraus, was ihnen daran gefällt. Das war harte Arbeit, weil wir nicht wie ein Abklatsch unserer alten Taten klingen wollten. Es ging uns um die Essenz von Therion, das pure Kon­zentrat. Gewöhnt euch aber besser nicht daran.“

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Einem wie ihm nimmt man sogar ab, dass er das nicht der Kohle wegen macht. Vielmehr liegt der Reiz für ihn diesmal darin, genau das zu tun, was man von ihm erwartet. „Meine Lieblings-Songs von Therion waren immer andere als die der meisten Fans. ‘The Dreams Of Swedenborg’, solche Nummern. Nicht gerade die beliebtesten, mir aber sehr wichtig. Doch auch wenn viele diese Ansicht nicht teilen, hat man uns immer damit durchkommen lassen. Das weiß ich heute noch mehr zu schätzen als damals.“ Wenn man es genau nimmt, war es aber natürlich genau diese Andersartigkeit und Unberechenbarkeit, die Therion damals so besonders machte.

„Man kann nicht mehr schocken.“

Nach den ruppigen Death Metal-Anfängen entwirft die Band ab 1995 mit dem gotischen LEPACA KLIFFOTH und 1996 mit dem operatischen, mystischen Meisterwerk THELI Meilensteine des Symphonic Metal. „In den Neunzigern war niemand bereit für das, was wir machten. Mit uns begann etwas Neues, etwas Mutiges.“ Extremer Metal mit Chören, Operngesang und klassischen Arrangements, das gab es vor Therion in der Tat noch nicht. „Wir waren Vorreiter, Pioniere“, so Johnsson ohne falsche Bescheidenheit. „Aber wie es eben immer ist mit Pionieren – sie werden irgendwann von der Zeit eingeholt. Heute sind Therion nichts Neues, nichts Außergewöhnliches mehr. Jede zweite Band benutzt Orchester oder Operngesang. Man kann nicht mehr schocken.“

Wie es überhaupt zur Trilogie kam und welche Wege Johnsson mit Therion noch beschreiten will, lest ihr in der METAL HAMMER-Novemberausgabe 2022.

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