Es ist ein leidiges Thema: Da sichert man sich beim Konzert der Lieblings-Band einen großartigen Platz. Sobald aber die Lichter gedimmt werden, schießen die Handys in die Höhe und man sieht vor lauter Bildschirmen nichts mehr. In einem Interview mit Jaqueline Souza von Heavy Metal On Line teilt Udo Dirkschneider seine Perspektive als Musiker.
Handy-Verbot?
Er reflektiert: „Was soll man denn dagegen tun? Manchmal verstehe ich nicht, warum Leute ihr Handy für zwei Stunden in die Luft halten. Genießt doch die Show! Aber manche Bands, haben schon Lösungsansätze. Ich war vor Monaten auf einem Ghost-Konzert in Deutschland, und da waren keine Handys erlaubt.
Wenn jemand das Telefon doch verwendete und die Show aufnahm, wurde die Person aus der Halle begleitet. Das war sehr interessant. Ich habe auch gehört, dass Iron Maiden angefangen haben, ihre Fans zu bitten, dass sie die Mobiltelefone nicht mehr während Konzerten benutzen“, meint der Sänger.
Logistik
Dennoch sei es auch für Bands und Künstler keine einfache Entscheidung, wie die Sache handzuhaben ist. Dirkschneider sagt: „Man bräuchte dann viele Leute, die die Fans kontrollieren, ihnen die Handys abnehmen und sie dann verstauen, bevor sie in die Halle gehen.“
Dennoch sieht er auch einen Vorteil des Dauerfilmens: „Ich kann damit leben. Vielleicht müssen Bands dann auch besonders gut spielen. Sonst sehen Fans die Videos auf YouTube und sind enttäuscht, wenn die Band nicht gut spielt. Das bedeutet, die Filmerei bringt einen dazu, sich mehr zu pushen, weniger Fehler zu machen. Deswegen ist sie mir eigentlich egal.“
Ghost führten 2025 auf ihrer Tournee ein Handy-Verbot während des Konzerts ein. Besuchende mussten ihre Telefone in „Yondr“-Taschen verstauen. Die Taschen sind verschließbar und lassen sich dank eines Drahtlossystema innerhalb des Veranstaltungsorts nicht öffnen. Wer in einem Notfall an sein Handy musste, konnte das Täschchen an speziellen Stationen öffnen. Ausnahmen galten für Menschen, die aus medizinischen Gründen auf ihr Handy angewiesen sind.
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