Arch Enemy hatten sich zuletzt formstark mit Lauren Hart als neuer Sängerin und deren Einstands-Track ‘To The Last Breath’ zurückgemeldet. Einer hat den Song jedoch gar nicht abgefeiert — und zwar der einstige Megadeth-Gitarrist Kiko Loureiro. Der meldete sich nämlich in den Sozialen Medien zu Wort und behauptete, es bestünden Ähnlichkeiten zwischen seinem 2024 veröffentlichten Song ‘Talking Dreams’ und ‘To The Last Breath’.
Vorwurf widerlegt
Zugegeben klingen die Gitarrenmelodien in der Tat ziemlich ähnlich — bei Videos gibt es unten ab der entsprechenden Stelle zu sehen. Nun haben sich jedoch Arch Enemy zu den Vorwürfen zu Wort gemeldet: „Im Hinblick auf die jüngste, vom brasilianischen YouTuber/Gitarristen Kiko Loureiro und seinem Anwalt vorgebrachte Plagiatsanschuldigung gegen Arch Enemy finden wir, dass es das Beste ist, klare Beweise vorzulegen, die erhärten, dass die Behauptung falsch ist.
In diesem Video kann man die frühen Demos aus dem Jahr 2022 sehen und hören, aus welchen letztlich ‘To The Last Breath’ geworden ist. Jeder, der mit unserem kreativen Prozess vertraut ist, weiß, dass wir ausgiebig dokumentieren. Demos, Entwürfe, Wiederholungen sind Teil davon, wie wir unseren Sound bauen. Und in diesem Fall untermauert die Dokumentation zweifelsohne den Zeitrahmen.“
Des Weiteren hat Arch Enemy-Chef und -Haupt-Song-Schreiber Michael Amott noch eine persönliche Nachricht an den früheren Megadeth-Lead-Gitarristen beigefügt: „Hallo Kiko, tut mit leid, dass ich dich und deinen Anwalt enttäuschen muss. Aber wie du sehen und hören kannst, hatte ich die Melodie schon im Jahr 2022 — zwei Jahre, bevor du dein Lied rausgebracht hast. Jegliche Gemeinsamkeit sind reiner Zufall. Genieß das Video, und viel Erfolg mit deiner Musik, die ich mir weiterhin nicht anhören werde. Prost!“
Angela Gossow, die frühere Sängerin und derzeitige Managerin von Arch Enemy, hatte unter Kikos Original-Post zuvor bereits kommentiert: „Um ehrlich zu sein habe ich Kikos Musik niemals zuvor gehört. Also sind drei Noten gleich? Ich denke, das passiert ziemlich oft in der Musik. Ich habe viele Arch Enemy-Noten in anderen Songs gehört, aber ich würde ich die andere Band niemals des Plagiats bezichtigen. Im Gegenteil: Ich würde mich wahrscheinlich geehrt fühlen, weil ich andere inspiriert habe.
Es ist traurig, so einen Post von einem Gitarristen zu lesen, den wir alle respektiert haben. Was ist der Sinn davon? Wenn du wirklich denkst, dass du einen Fall hast, dass nimm Kontakt auf und besprich es professionell, aber nicht mit so einen Post. Hochachtungsvoll, das Managementteam, das daran gewöhnt ist, sich mit dieser Art Anschuldigungen zu befassen und Dinge lieber vorsichtig klärt.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
