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Zeitreise: Equilibrium feiern zehn Jahre SAGAS

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Nicht nur das Ragnarök-Festival im beschaulichen Lichtenfels hat mit seinem 15-jährigen Bestehen ordentlich Grund zu feiern. Für ihren Auftritt am Freitagabend haben sich Equilibrium eine ganz besondere Show einfallen lassen; schließlich gilt es zehn Jahre SAGAS gebührend zu feiern!

Wir haben uns dieses Ereignis natürlich nicht entgehen lassen und treffen Sänger Robert „Robse“ Dahn sowie Gitarrist René Berthiaume wenige Stunden zuvor auf einen kleinen Plausch im Tourbus. „Wir spielen das Album fast komplett durch; zur Auflockerung gibt es aber auch noch ein bisschen anderen Kram“, verrät René über die Pläne am Abend.

>>Lest hier die komplette Rezension von Equilibriums SAGAS<<

„Zum Ragnarök haben wir eine gewisse Verbindung. Wir waren damals bei der zweiten Auflage dabei und haben seitdem alle paar Jahre immer wieder einmal gespielt. Es passt einfach gut zusammen und ich glaube, es sind einige Leute da, die sich darauf freuen, die alten Sachen einmal wieder zu hören.“

Gewaltiger Ansturm

Es sind sogar ein paar viele Leute da, die sich später, vor einer der beiden Bühnen in der Lichtenfelser Stadthallte, dicht aneinanderdrängen. Auch die Tribüne ist gebrochen voll! Zwei kahle Bäume dienen als Dekoration. Als das Intro von ‘Prolog auf Erden’ beginnt, gehen zahlreiche Hände und Bierbecher in die Höhe. Weiter geht es mit ‘Wurzelbert’, gefolgt von ‘Blut im Auge’ – einer der Equilibrium-Klassiker schlechthin!

„Mittlerweile machen mir die neuen Stücke mehr Spaß. Die alten Lieder haben wir auch schon so oft gespielt. Tag für Tag ‘Blut im Auge’ – irgendwann verliert man da auch ein bisschen das Gefühl dafür“, gesteht René. Davon merken wir heute Abend nichts. Equilibrium sind Profis und liefern allen Anwesenden eine energetische Show, die in keiner Weise eingesessen und gefühllos wirkt.

Vom Fan zum Frontmann

Jedoch gesteht auch Sänger Robse, dass er mit den Stücken seines Vorgängers Helge Stang hin und wieder seine Schwierigkeiten hat: „Ich hatte Schwierigkeiten, fremde Texte zu lernen. Gerade Texte, die von Helge wirklich sehr persönlich und emotional geschrieben wurden.

Er hat da ja nicht einfach irgendetwas hingehauen.“ So handele ‘Blut im Auge’ etwa von Helges Reise nach Norwegen. „Er beschreibt darin im Grunde genommen die Polarlichter. Ich hatte das Lied viele Male gesungen, bevor ich das herausgefunden habe. Dennoch mag ich die alten Sachen sehr. Immerhin war ich ursprünglich ja selbst mal Equilibrium-Fan.“

Gänsehautmoment

‘Heimwärts’ kündigt Robse dem Publikum als den Song an, der sich perfekt dafür eignet, später betrunken Richtung Zelt zu schwanken. Doch vorher steht erst noch der Höhepunkt des Abends an. Am frühen Nachmittag eröffnete Ex-Sänger Helge Stang mit seiner aktuellen Band Wolves Den das Festival. Für das Stück ‘Die Weide und der Fluss’ kehrt er jetzt auf die Bühne und zu seinen früheren Kollegen zurück. Das Publikum feiert den Musiker mit Sprechchören.

Ein ganz besonderer Moment! Bereits 2016 standen Equilibrium und Helge bei einem Konzert in München gemeinsam auf der Bühne. „Für mich war das damals eine kleine Zeitreise. Das war schon sehr emotional. Ich bin auch gespannt, wie es heute werden wird“, gesteht René beim Gespräch vorab. „Uns ist es wichtig zu zeigen, dass es da keine Streitereien gab und gibt.

Wir kennen uns alle und verstehen uns auch privat gut“, fügt Robse hinzu. Das wird vor allem deutlich, als beide Sänger zum Ende des Songs gemeinsam, Seite an Seite die Musik, den Abend und die Zuhörer gleichermaßen feiern.

Ausklang

Mit ‘Waldschrein’ (ERDENTEMPEL) und dem abschließenden ‘Born To Be Epic’ (ARMAGEDDON) finden auch Stücke aus Robses Ära den Weg auf die Setlist. „Heute seid ihr alle episch!“, verkündet der Sänger und erntet dafür frenetischen Applaus von der Menge. Ursprünglich wollten Equilibrium noch viel mehr Gastmusiker an Bord holen.

„Wir wollten zig Musiker auffahren, mit Keyboarder und fast allen alten Mitgliedern“, erzählt Robse. „Doch dann kam die aktuelle Tour mit Dark Tranquillity und wir mussten alles ein wenig reduzieren“, erklärt René zusätzlich. Dem heutigen Abend hat diese geschmälerte Variante jedoch keinen Abbruch getan. Zufriedene Gesichter, wohin das Auge reicht.

Einen Anlass, das eigentliche Vorhaben nachzuholen, finden Equilibrium in Zukunft mit absoluter Sicherheit. „Das machen wir dann alles bei 20 Jahren SAGAS. Und dann aber so richtig!“, kündigt Robse an. Wir freuen uns schon jetzt!

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