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Zum 56. Geburtstag von Joacim Cans (Hammerfall)

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Am 19. Februar 1970 im beschaulichen Mora geboren, hätte wohl niemand geahnt, dass aus dem Jungen aus der schwedischen Kleinstadt einmal eine markante Stimme des europäischen Power Metal werden würde. Joacim Cans zeigte jedoch früh, dass er sich von Erwartungen nicht aufhalten lässt.

Die ersten Schritte von Joacim Cans

Mit gerade einmal 16 Jahren gründete er seine erste Band Eternity – eigentlich als Gitarrist. Nur wollte niemand singen. Also biss Cans in den sprichwörtlichen sauren Apfel und übernahm den Job selbst. Ein Schritt, der seine gesamte Laufbahn definieren sollte. 1991 sprang er bei Highlander ein – eigentlich nur für einen Abend. Aus der ursprünglichen Aushilfe wurde jedoch eine mehrjährige Zusammenarbeit. Später wurden Highlander unter dem Namen Lost Horizon bekannt, und Cans war ein prägender Teil dieser frühen Phase.

Der ungeplante Einstieg bei Hammerfall

1993 zog es ihn an eine Musikschule nach Kalifornien, während in seiner Heimat eine neue Macht im Power Metal entstand: Hammerfall. Der entscheidende Moment kam 1994 während des schwedischen Band-Wettbewerbs Rockslaget: Hammerfall standen im Halbfinale, doch Sänger Mikael Stanne war verhindert. Cans sprang ein – wieder nur für eine Nacht. Zwar reichte es nicht fürs Finale, aber am Ende des Abends war klar: Er ist der neue Frontmann. Für Hammerfall kündigte er sogar seinen Job im Plattenladen, wie er später in einem Interview mit Breakout erzählte. Auch aus seinem Vorhaben, nach wenigen Jahren die Musik an den Nagel zu hängen, wurde nichts. Demnach war er es, der 1998 am Mikrofon stand, als das Durchbruchsalbum LEGACY OF KINGS erschien und Hammerfall endgültig in die internationale Szene katapultierte.

Viele Nebenprojekte

Neben seinem Hauptprojekt Hammerfall zeigte Cans immer wieder seine Vielseitigkeit. 2002 war er auf dem Comeback-Werk RISING OUT OF THE ASHES der Kult-Band Warlord zu hören. 2004 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum BEYOND THE GATES – entstanden in einer Hammerfall-Zwangspause nach Gitarrist Oscar Dronjaks Motorradunfall. 2013 folgte das zweite Soloalbum NU KAN MÖRKRET FALLA, im selben Jahr wirkte er beim prunkvollen Magnum Opus Rockestra mit, das unter der Leitung von Marcel Heijnen auf Christmas-Metal-Symphony-Tournee ging. Mit dabei: Größen wie Udo Dirkschneider, Joey Belladonna, Chuck Billy, Michael Kiske und Floor Jansen.

Heute, Jahrzehnte nach seinen ersten Schritten, steht Joacim Cans immer noch dort, wo er hingehört: auf der Bühne, am Mikrofon, im Herzen des europäischen Power Metal. Ein Sänger, der nie geplant hatte, Sänger zu werden – und vielleicht gerade deshalb zu einer der prägenden Stimmen seines Genres wurde.


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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