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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Zum Todestag: Vor zehn Jahren starb Paul Gray

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Slipknot sitzen an einem langen, weißen Tisch, ein einzelnes Mikrofon wird herumgereicht – die Pressekonferenz am Tag nach Paul Grays Tod. Corey Taylor trauert: „Yesterday we lost our brother. And the world seems a little smaller because of it.“ Chris Fehn erinnert sich: „The one thing I’m gonna miss the most: He gave the greatest hugs of anybody I’ve ever hugged. You hug a lot of people but when that dude grabbed onto you you could just feel him and the love that he had for you at that moment in time […] He had your back no matter what.“ Zu Wort kommen die hinterbliebenen Slipknot-Mitglieder, Grays Ehefrau Brenna und sein Bruder Tony. Brenna richtet als letzte ihre Worte an Besucher*innen und mit ihr Trauernde, dann steht sie auf, man sieht ihren gewölbten Bauch – Brenna ist schwanger. In 84 Tagen wird sie ein kleines Mädchen mit dem Namen October Dedrick Gray zur Welt bringen.

Paul Gray mit Slipknot im Hammersmith Apollo in London, 2008.
Paul Gray mit Slipknot im Hammersmith Apollo in London, 2008.

Vor zehn Jahren verstarb Paul Dedrick Gray mit nur 38 Jahren. Sein lebloser Körper wurde am Vormittag des 24. Mai 2010 in seinem Hotelzimmer mit der Nummer 431 im „TownePlace Suites“ in Urbandale, Iowa von einem Hotelmitarbeiter aufgefunden. Eine Autopsie blieb zunächst ohne Befund, die Todesursache war unklar – bis eine toxikologische Untersuchung Ergebnisse lieferte: Paul Gray verstarb an einer Überdosis Morphium und Fentanyl, hatte außerdem eine bedenkliche Menge des Medikaments Xanax im Blut, das gegen Angstzustände wirkt und von Gray schon früher in seinem Leben missbraucht wurde. Darüber hinaus litt Gray an einer Herzkrankheit.

Slipknots Dreh- und Angelpunkt

Der Verstorbene hinterließ nicht nur seine Frau, die ein Kind erwartete, sondern riss außerdem ein gewaltiges Loch in Slipknot. Sein Tod stellte die Band an den Rand eines Abgrunds – die Musiker legten das Langzeitprojekt auf Eis und nahmen sich eine Auszeit, um den Verlust zu verarbeiten und ihre Energie in andere Vorhaben zu stecken. Dass es nach Grays unerwartetem Tod nicht einfach so weitergehen konnte, war klar: Es war Grays Keller, in dem die Band im Jahr 1992 zusammenfand und ihr Fundament in Form der ‘Basement Sessions’ legte. Damals noch zu sechst, damals schon mit Drummer Joey Jordison und Perkussionist Shawn Crahan. Dieser fand in der Pressekonferenz kurz nach Grays Tod folgende Worte: „There is really nothing more to say than it’s really important that everybody on the outside of us understands that Paul Gray was the essence of the band Slipknot. “

Christie Goodwin Getty Images

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Joey Jordison: Slipknot reagieren auf seinen Tod

Die gesamte Metal-Welt trägt heute schwarz. Die Trauer um den mit lediglich 46 Jahren verstorbenen ehemaligen Slipknot-Schlagzeuger Joey Jordison erscheint schier grenzenlos. So haben natürlich auch seine einstigen Band-Kollegen Corey Taylor, Jim Root und Shawn "Clown" Crahan reagiert und auf ihren Kanälen in den Sozialen Medien schwarze Rechtecke als symbolisches Statement gepostet (siehe unten). Game Changer Doch damit nicht genug: Zahlreiche andere Weggefährten, Freunde und Bekannte aus der Metal-Szene haben sich zu Wort gemeldet. Frédéric Leclercq (Kreator, ex-Dragonforce), mit dem Joey Jordison in Sinsaenum gespielt hatte, schrieb: "Ich werde dich vermissen mein Bruder." Trivium-Drummer Alex Bent kommentierte: "Mir fehlen die Worte.…
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