Alben
Slash
Apocalyptic Love
Rock
von Simone Bösch
Foto:
Napalm/Edel
Arkona, Slovo, Cover
Zu Pagan Metal muss nicht immer standesgemäß Met gereicht werden, manchmal passt auch ein schönes Gläschen Wodka! Das würde wohl das angemessenste Getränk darstellen, um die 13 neuen Songs der russischen Band Arkona zu begießen. Für Fans des Genres sind die Mannen um Chefin Masha „Scream“ Arhipova schon lange keine Unbekannten mehr. Schließlich wird mit SLOVO schon das mittlerweile sechste Studioalbum der Band veröffentlicht und setzt die qualitative Entwicklung von Arkona geradlinig fort. Die Songs fallen zum einen noch komplexer und ausgefeilter als auf dem Vorgänger GOI, RODE, GOI! (2009) aus, zum anderen jedoch auch zugänglicher und einprägsamer. Dabei liefert SLOVO alles, was das Pagan-Herz höher schlagen lässt: Polka-Klänge, mystische
Atmosphäre, wuchtige Metal-Attacken und geheimnisvolle melodiöse Passagen, die zu einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit einladen. Nicht zu verachten ist auch wieder die Leistung von Frontfrau und Mastermind Masha, die durch ihre variable Stimme jegliche Gefühlsregung ausdrücken kann: Egal, ob wütendes gutturales Gegröle, klarer Divengesang oder sanftes Flüstern – die Dame beherrscht ihr Repertoire. Ein schönes Pagan-Werk aus der russischen Nachbarschaft.
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