Das siebte Studioalbum der russischen Pagan-Institution beginnt mit einem lang gezogenen „Ommm“. Wer jetzt aber gleich die Yogamatte rausholt, um eine Runde zu meditieren, wird enttäuscht.
Denn Arkona wählen für YAV einen progressiven Ansatz. Bis auf eine Ausnahme knacken alle Songs die Fünf-Minuten-Marke, die meisten Stücke sind deutlich länger. Und in fast jedem Lied präsentieren die Damen und Herren aus Moskau die gesamte Bandbreite ihres Schaffens. Das heißt, auf sphärische Klänge folgen wüste Black Metal-Ausbrüche, die ebenso abrupt in folkige Passagen übergehen.
Als Beispiel sei das fast 14-minütige Titelstück genannt, das immer wieder grandiose Momente hat, aber auch einigen Leerlauf. Zwar agierte die Band bereits auf früheren Alben so, allerdings nicht in dieser extremen Konsequenz. Und genau diese macht es für den Hörer nicht immer einfach, den Ideen der Truppe zu folgen.
Dem Album fehlt ein durchgehender roter Faden. Eine der wenigen Ausnahmen ist das Stück ‘Serbia’, das sofort ins Ohr geht und beweist, dass Arkona anders können, wenn sie nur wollen. In diesem Fall wollten sie aber leider nicht.
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