Toggle menu

Metal Hammer

Search

Rage Nucléaire Unrelenting Fucking Hatred

Black Metal, Season Of Mist/Soulfood 10 Songs / 50:39 Min. /19.10.2012

7.0/ 7
teilen
mailen
teilen
von
Foto: METAL HAMMER

Hass! Hass! Hass! Jaaa, Hass ist was ganz was Feines – weiß auch Lord Worm, ehemaliger Sänger von Cryptopsy und Necrosis. Und was der Kanadier hier vollführt, ist das absurdeste und kränkste Theater, was man sich nur vorstellen kann. UNRELENTING FUCKING HATRED löst TEMPLE OF KNOWLEDGE und damit auch Sylvain Houdes Vorstellung von der ultimativ brutalsten durchführbaren Musik ab.

In seinem Wahnsinn noch zerstörerischer als Anaal Nathrakh und hinsichtlich der Psychedelik deutlich abgefahrener als Aborym, gehen Rage Nucléaire zwar immer wieder gerne „vernünftige“, doublebass-lastige Black Metal-Strukturen mit passend eingepflegten Dark Industrial-Sphären ein, aber die alles beherrschende, bisweilen kratzig blubbernde Vokal-Performance lässt selbst einige Goregrind-Profi-Akrobaten übelst blass aussehen. Und immer, wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein noch bittererer Song daher: ‘Hunt With Murderworms, Sculpt With Flies’ an zweiter Stelle ist bereits derbe Mord, doch schon das übernächste Stück ‘Fields Of The Crucified’ steigert sich zu einer verteuflischten Tötungsmaschinerie mit extremer Geschwindigkeit.

Melodien für Millionen, spannende Songarrangements aus dem tödlich zerberstenden Mittelfrüh-Ur des Black Metal sowie eine Grundintention, die dem makabren, gotteslästerlichen, sickopathischen Misanthropen blutig rammgepfählte Wollüste in Geist und Körper zaubert, von denen selbst die Erfahrensten noch nicht einmal geträumt haben… In seiner Gnadenlosigkeit und der Darstellung unkontrollierbaren Hass-Ausbruchs unübertroffen. Ein angenehm beruhigendes Album.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost On (+ Verlosung)

Wir haben uns in das heimische Cockpit gesetzt und die Missionen und Online-Gefechte von "Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost...

Star Trek: Picard :: Science-Fiction

Terminator: Resistance (PS4, Xbox One, PC)

Spiele, die auf Filmlizenzen basieren, haben es in der Regel nicht leicht und sind oftmals nur lieblos zusammengeschustert worden. „Terminator:...


ÄHNLICHE ARTIKEL

Zum 40. Geburtstag von MASTER OF PUPPETS: Die Original-Rezi von 1986

MASTER OF PUPPETS von Metallica wurde am 03.03.1986 veröffentlicht. Zum runden Geburtstag kramen wir das Review aus METAL HAMMER 03/1986 raus.

„DOOM Eternal“ im Test: Einmal alles mit allem, bitte!

Der DOOM-Slayer ist zurück und muss die Erde von Dämonen und anderen Ausgeburten der Hölle befreien. Dass das jede Menge Spaß macht, beweist unser Test.

„Terminator: Resistance“ im Test: Widerstand ist zwecklos

Spiele, die auf Filmlizenzen basieren, haben es in der Regel nicht leicht und sind oftmals nur lieblos zusammengeschustert worden. „Terminator: Resistance“ ist da leider keine Ausnahme.

teilen
mailen
teilen
Zum 40. Geburtstag von MASTER OF PUPPETS: Die Original-Rezi von 1986

Metallica MASTER OF PUPPETS 7 von 7 Punkten Wenn es in den letzten Monaten eine LP gegeben hat, nach der die Kids Ausschau gehalten haben, ist es ohne Zweifel diese. Es ist ein logischer Nachfolger von RIDE THE LIGHTNING, vier lange und nur zwei schnelle Stücke. Die Gruppe arbeitet jetzt deutlich mit größerem musikalischen Können als vor ein paar Jahren, und sie wollen uns das dann auch hören lassen. Eine logische Schlussfolgerung ist, dass die Stücke dadurch langsamer geworden sind, vor allem die Soli, um Raum zu schaffen für musikalische Höchstleistungen. Weniger Geschwindigkeit, mehr Klasse. Die zwei schnellen Stücke, ‘Battery’…
Weiterlesen
Zur Startseite