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Shining One One One

Jazz Metal, Indie/Edel 9 Songs / VÖ: erschienen

4.0/ 7
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Es gab eine Zeit, da waren Jørgen Munkeby und sein Jazz-Kollektiv Shining eine norwegische Exzellenzoffensive: Mit dem Album BLACKJAZZ gelang ihnen 2010, harte Musik – den erfolgreichsten Kulturexport ihres Landes – von der Anrüchigkeit zu befreien, sie werde a) von Mundatmern mit restringierten Codes fabriziert und sei b) auch nur für solche gedacht. Munkeby betonte stattdessen den intellektuellen Unterbau und bot mit seinem kantigen Männermodel-Look auch etwas fürs Auge – ein nordischer Mike Patton am Saxofon.

Mit ONE ONE ONE flacht der herausragende Eindruck leider etwas ab. Das Album schaltet zwar sofort auf Höchstgeschwindigkeit (die Single ‘I Won’t Forget’ fasst prägnant zusammen, was Shining gut und groß machte), pflügt dann aber im Kreischmodus durch – was einen ärgerlichen Stillstand bedeutet. Nun kann man Munkeby verstehen; der Mann will nicht nur Kunst für die „Jazznacht from hell“ machen, sondern auch mal Spaß haben und im Drei-Minuten-Format rocken. Doch die Rechnung geht nicht auf: Viel zu oft klingt ONE ONE ONE nach einem übersteuerten Mix aus Fantômas, Butthole Surfers, Ministry und diversen nicht näher bezeichneten Küchengeräten.


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