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Velvet Revolver LIVE IN HOUSTON Review



Die Idee klingt zuerst mal nicht schlecht: Velvet Revolver auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, nämlich mit dem 2005er-CONTRABAND-Debüt in den USA, auf dem heimischen Sofa zu erleben.



All dem heutigen Wissen zum Trotz, das sich folgendermaßen beziffern lässt: Ein furchtbares zweites Album, das Weiland-Drama sowie eine lang anhaltende Sängersuche, die mittlerweile Chancen hat, nach dem CHINESE DEMOCRACY-Dilemma ebenfalls in die Running Gag-Annalen der Rock-Geschichte einzugehen. Während also die Velvet Revolver-Welt zum Aufnahmezeitpunkt de facto noch in Ordnung ist, gilt das nicht für diese DVD. Die mickrige Setlist-Spielzeit außen vorgelassen, geriet auch die audiovisuelle Umsetzung katastrophal. Der Ton schwankt und wirkt gelegentlich wie ein aufgesetzter Overdub-Fremdkörper.



Dazu bedient sich die Bildregie mit Innovationen wie Spiegelungen und verwischten Bildern abgeschmacktester VHS-Softporno-Ästhetik. Von Live-Atmosphäre fast keine Spur, das Publikum bleibt bis auf die Ansagen zwischen den Songs und etwas Anstandsapplaus nahezu komplett ausgeblendet. Dafür werden lieber belanglose Zwei-Satz-Interview-Fragmente der Band eingewebt. Eine Anschaffung, die selbst aus nostalgisch-historischem Blickwinkel nicht lohnt.



Frank Thiessies





Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.



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