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Repulsed STATE OF INNER TRUTH Review



Einfach nur gute Musik zu machen, langt schon lange nicht mehr, um sich in der breiten Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Eine ordentliche Portion Glück ist mindestens genau so wichtig. Bei Repulsed kam beides zusammen.



Durch eine befreundete Band gelangte ihr erstes Demo in die Hände einer Plattenfirma und fand dort Anhänger. Kein Wunder, wenn die Saarländer darauf genau so stark klangen, wie auf ihrem Debütalbum STATE OF INNER TRUTH. Kaum zu glauben, dass es sich um Newcomer handelt – immer wieder tauchen Namen wie Nickelback oder 3 Doors Down im Kopf auf. Nicht nur musikalisch schlagen Repulsed in diese Kerbe, auch was handwerkliches Geschick angeht, brauchen sie sich vor den großen Namen nicht zu verstecken.



Von einer bloßen Kopie sind Repulsed dennoch denkbar weit entfernt. Einerseits wegen des abwechslungsreichen Songwritings: die Band bietet mehr, als radiotauglichen Alternative, sondern bringt immer wieder an New Metal erinnernde, tiefer gelegte Groove-Parts mit ein. Vor allem aber punktet das Quintett dank ihre Sängers Matthias Braun. In den heftigeren Momenten strotzt er vor Aggression (‘Rise And Fall’), ruhige Passagen meistert er gefühlvoll, aber ohne aufgesetzten Schmalz (‘One Last Time’).



Diese Mixtur aus Aggression und Gefühl, aus Laut und Leise, hält STATE OF INNER TRUTH über die gesamte Spiellänge spannend. ‘Even If It Hurts’ oder ‘Away From Me’ schreien geradezu danach, aufgedreht zu werden – auch dank der fetten Produktion.



Natürlich erfinden Repulsed den Alternative Metal nicht neu. Doch ihr Debüt ist deutlich stärker, eigenständiger und abwechslungsreicher, als viel zu viele andere Veröffentlichungen aus dieser Ecke – und der ideale Soundtrack für einen lauen Sommerabend!



Sebastian Kessler



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