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Slash
Apocalyptic Love
Rock
von Thomas Sonder
Foto:
2K Games
The Darkness II, Cover
Die süße Freundin des Protagonisten Jackie Estacado wurde
im ersten Teil von THE DARKNESS leider ermordet. Zum Mafiaboss aufgestiegen,
verfügt Jackie inzwischen über Macht. Denkt man. Denn die Bruderschaft von
Victor Valente will die schreckliche Finsternis, welche in Jackie brütet, für
sich nutzen, und so beginnt das Spiel ziemlich rabiat. Die dunkle Macht
wollte er eigentlich nicht mehr aus sich herauskommen lassen, aber um die gnadenlosen
und brutalen Gegner zu vernichten, kann Jackie gar nicht anders. Das macht die zwei zusätzlichen Dämonenarme für die Bekämpften zu extrem fiesen Begleiter
– sofern man sich vom Licht fernhält.
Im Grunde ist THE DARKNESS II ausschließlich in der PEGI-Version zu empfehlen, denn durch die extremen Schnitte fehlt so ziemlich alles, was das Besondere an den Fähigkeiten der dämonischen Tentakel ausmacht. Wenn man beispielsweise für das Aufschlitzen, Aufspießen oder Zerreißen der Gegner Boni bekommt, obwohl man es gar nicht sehen kann, trübt das die Spiellaune doch nachhaltig. Vor allem, da man nach und nach immer mehr spezielle Fähigkeiten für diese „Waffen“ erwerben kann…
Die Story ist im Gegensatz zur sehr dürftigen Spieldauer grandios, es gibt immer wieder interessante Zwischensequenzen mit Jackie, und nach einer Weile kommt man sogar ins Zweifeln: Was ist denn nun Realität – der Kampf gegen die Bruderschaft oder der Aufenthalt in der Irrenanstalt? Durch den bekannten Comic-Stil sieht THE DARKNESS II natürlich ganz anders aus als übliche Spiele, was genauso faszinierend wie stimmungsfördernd ist. Leider sind immer wieder schwarze Ränder um die NPCs zu erkennen, was speziell bei den Szenen in Jackies Loft etwas störend wirkt. Dem Aufbau der negativen und finsteren Grundstimmung steht das allerdings nicht entgegen, und alles läuft auch ohne Action/Shooter-typische lockere Sprüche ab, sieht man von dem kleinen fiesen Finsterling einmal ab, der ein steter Begleiter innerhalb der Missionen ist. Die Mafiakollegen haben allesamt sehr gut gezeichnete Charakter, so geht zum Beispiel der etwas verworrene Johnny Powell in Gestik und Mimik fast als Originalkopie von Jeffrey Goines aus ‘12 Monkeys’ durch. Die deutsche Synchro ist leider teilweise nicht lippenrein, aber darüber kann man sich ja mit der sehr guten englischen Originalvertonung hinweghelfen.
Neben dem kurzen Singleplayer-Modus gibt es noch die „Blutrache“ für das Multiplayer-Vergnügen (online und offline). Hier gilt es diverse zusätzliche Missionen an anderen Orten zu lösen. Aber nicht in Person von Jackie, sondern als einer von vier durchgeknallten Charakteren. Diese Trips laufen parallel zur Hauptstory. Eine sehr gute Idee der Entwickler.
Die einfache Steuerung trotz vier bewaffneten Armen, der schwarze Humor und jede Menge Action auf unterschiedlichsten, sehr atmosphärischen Schauplätzen machen THE DARKNESS II zu einem höchst unterhaltsamen Trip in eine brutale Welt voller Psychopathen. Gute Laune ist daher garantiert!
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