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10 Orte, die jeder Metalhead besucht haben muss

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Ob von Menschenhand erschaffen oder Naturschauspiel – es gibt einige „Hot Spots“, die perfekt für unser Genre gemacht sind. Zu den Metal-„Sehenswürdigkeiten“ gehört natürlich ohne Frage auch das Wacken Open Air mit seiner internationalen Fan-Gemeinde. Doch wer sich mal die Festivals oder Kreuzfahrten sparen und stattdessen eine Metal-„Kultur-Reise“ absolvieren will, für den haben wir hier ein paar Tipps bereit (mit Dank auch an Loudwire).

Sedletz-Ossarium, Kutná Hora, Tschechien

Fangen wir mit unserer Reise ganz in der Nähe Deutschlands an. Etwa 70 Kilometer östlich von Prag liegt die Stadt Kutná Hora, in deren Ortsteil Sedletz das weltberühmte Beinhaus zu finden ist. Beispielsweise die 2004 aufgelöste Avantgarde-Black Metal-Band von Dan Swanö und Anders „Blakkheim“ Nyström (Bloodbath, Katatonia und Ex-Bewitched) Diabolical Masquerade nutzte für das Cover ihres dritten Albums NIGHTWORK ein Bild aus dem Sedletz-Ossuarium. Zudem gibt es auch eine US-Tech-Death-Band mit Namen Sedlec Ossuary, die bislang außer einer EP jedoch nichts zustande gebracht haben.

Im 13. Jahrhundert ganz gewiss nicht mit der Absicht erbaut, Metal-Fans und -Musiker im 20. und 21. Jahrhundert zu begeistern. Doch dank eines Abts, der aus Jerusalem „heilige Erde“ mitbrachte, erfuhr der Friedhof in Sedletz schnell den Ruf der heiß begehrten letzten Ruhestätte. Mitte des 14. Jahrhunderts boomte das Gelände dank der Pestepidemie regelrecht.

Im 15. Jahrhundert wurde dann eine ordentliche Kirche auf dem Gelände errichtet und im Lauf der Jahre etliche Überreste ausgegraben – man berichtet von etwa 40.000 Toten, deren Knochen systematisch im Beinhaus gelagert wurden. Das i-Tüpfelchen wurde allerdings erst im 19. Jahrhundert erschaffen, als ein Holzschnitzer für die Innenausstattung des Beinhauses beauftragt wurde. Jener nutzte die Knochen und Schädel von etwa 10.000 Skeletten und baute die Inneineinrichtung des bis heute fantastisch anzusehenden Beinhauses.

El Parque de los Desvelados („Park der Schlaflosen“), Estella, Spanien

Im Gegendsatz zur atemberaubenden Innenarchitektur des Beinhauses in Sedletz sind die Skulpturen in diesem Park von Menschenhand hergestellt. Im El Parque de los Desvelados liegen enorm große Schädelskulpturen herum, die von dem Künstler Luis Garcìa Vidal zwischen 1971 und 2009 errichtet wurden. Gelegen ist das Gebiet in der nordspanischen Region Navarra nahe dem Ort Estella.

Mittlerweile sind viele der riesigen Skulpturen, die als Memento Mori dienen, überwuchert oder verfallen. Und genau deswegen sind sie der ideale Ort für beispielsweise einen Videclip für Death- oder Black-Metaller. Oder eben für schicke private Urlaubsfotos.

Rainbow Metal Pub, Granada, Spanien / Lemmy Pub, Malaga, Spanien

Da wir gerade schon in Spanien sind, reisen wir direkt in den Süden des Landes, wo es in Granada eine der originalen Rainbow Bar in Los Angeles gewidmeten Metal-Kneipe gibt. Im Rainbow Metal Pub kann man sich inmitten der mittelalterlichen Achitektur von Granada unter südspanischer Sonne zu Rock und Metal gebührlich betrinken.

Neben diversen Memorabilia von Steve Vai, Lemmy oder Vinny Appice gibt es auch von Dio signierte Poster und Plakate zu bewundern. Auch ist der Rainbow Metal Pub beliebte Einkehr von Bands nach ihren Konzerten. Nur wenige Kilometer südwestlich liegt Malaga, das mit der Bar Lemmy eine ebenso pure Metal-Kneipe zu bieten hat. Wer weiter nach Portugal reist, sollte sich die Fundo do Poço Metal Bar (Porto) und/oder die Wasp Bar (Lissabon) gönnen.

Neseblod Records, Oslo, Norwegen

Ab in den Norden, die Heimat des Black Metal. Und mit Neseblod Records (rüher Helvete) sogar wortwörtlich, weshalb man speziell als Schwarzmetaller dort gewesen sein muss. Selbst wenn aktuell dank des Lords Of Chaos-Films Bedenken ob eines immensen Tourismus-Zulaufs vorherrschen, ist dieser Ort Geburtsstätte und Wiege von Bands wie Mayhem und Ursprung so manch übler Machenschaften.

The Abyss Bar, Göteborg, Schweden

Dass Göteborg die Hauptstadt des Schweden-Death ist, wird angesichts von dort beheimateten Bands wie At The Gates, Dark Tranquillity oder In Flames ist, niemand bestreiten können. Ob Göteborg nun mehr Metal-Credibility hat als Oslo oder Bergen im benachbarten Norwegen, ist völlig egal, wichtig ist lediglich diese eine Metal-Bar nahe des Herzens der Stadt, welche für Bands als Aftershow-Location gerne genutzt wird. In der The Abyss Bar kann man gemütlich Pizza oder Burger futtern und dazu Cocktails oder natürlich Bierchen schlürfen, während man entweder nichts tut oder eines der gelegentlich stattfindenden Konzerte anschaut.

Die Hauptstadt des Metal: Lemi, Finnland

Wo wir gerade dabei sind, Städte als „Metal“ einzuordnen: Sowohl Göteborg, Oslo, Bergen als auch Helsinki stinken gnadenlos gegen Lemi ab, wenn es um die Band-Anzahl pro Einwohner geht. Finnland ist grundsätzlich das Land mit den meisten Bands (50 pro 100.000 Einwohner), aber der südkarelische Ort Lemi schlägt alle. Bei einer Einwohnerzahl von knapp mehr als 3.000 mit 13 Bands aufzuwarten, ist stark. Natürlich hat die Hauptstadt mit 123 deutlich mehr, aber auf die Gesamteinwohnerzahl gemessen ist das wesentlich weniger.

Rainbow Bar & Grill, Hollywood, Kalifornien

Raus aus Europa, rauf auf den amerikanischen Kontinent: Erste Metal-Anlaufstelle an der Westküste ist das Rainbow Bar & Grill, in dem seit 1973 Musiker verkehren. Unzählige Band-Gründungen fanden in Lemmys Stammkneipe statt, Mitglieder von Guns N‘ Roses und Mötley Crüe haben ihre eigenen Sitzecken, an den Wänden Unmengen von signierten Memorabilia. Das Über-MUSS, wenn es darum geht, an Orten gewesen zu sein, die Metal atmen.

Duff’s, Lucky 13 Saloon und Saint Vitus Bar, Brooklyn, New York

Schwenken wir zur Ostküste und mitten rein nach New York: Dort finden wir drei wichtige Hot Spots, die man aus gesundheitlichen Gründen vielleicht besser an unterschiedlichen Abenden besucht. Alle drei befinden sich in Brooklyn: In der Saint Vitus Bar im Norden finden nahezu täglich Konzerte von bekannten wie auch unbekannten Bands statt, der Lucky 13 Saloon im Süden lädt zum chilligen Abhängen ein, während das zentral in Williamsburg gelegene Duiff’s als New Yorks Metal-Thron gilt. Die Lokation ist vollgepackt mit (signierten) Andenken aus der Metal-Welt sowie halloweeneskem Dekor. Die Homepage des Duff’s ist zwar übelst hässlich, aber informativ.

GODZ Rockbar, Tokio, Japan

Seit 2002 gilt das GODZ als DIE Anlaufstelle für Metaller in Japan und sollte daher bei keinem Besuch des Land des Lächelns links liegen gelassen werden. Metal-Kneipen-üblich ist das Interieur hundertprozentig authentisch mit den gewohnten signierten Memorabilia, welche Bands hier hinterlassen, wenn sie nach absolvierten Gigs Entspannung oder Party suchen (und hier finden). Gelegentlich spielen Livebands, und im Normalbetrieb kann man sich an der Bar auch Songs wünschen. Adresse: 1-chōme-10-5 Kabukichō, Shinjuku City, Tōkyō-to 160-0021.

Das Tor zur Hölle, Derweza, Turkmenistan

Das am schwierigsten zu erreichende, aber mit Sicherheit beeindruckendste Reiseziel ist das sogenannte „Tor zur Hölle“ im zentralen Turkmenistan. Das Loch in der Erde entstand 1971 auf der Suche nach Gasvorkommen und steht seither in Flammen. Um den Krater von Derweza besuchen zu können, gilt es zuerst eine nervige Fülle von bürokratischen Auflagen zu erfüllen, damit man überhaupt nach Turkmenistan einreisen kann.

Das Tor zur Hölle

(c) WIN-Initiative Getty Images/WIN-Initiative RM
(c) Google Earth
(c) Gabriel Olsen WireImage
(c) Wu Swee Ong Getty Images

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