Abbath: Komplexe Verbindungen

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Das komplette Interview mit Abbath findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Olve Eikemo setzt sich im Ledermantel und mit Motörhead-Kappe über dem langen schwarzen Haar auf ein verschlissenes rotbraunes Sofa. Darüber hängt das riesige, stählerne Logo seiner Band an der Wand. Hier wurde unter anderem Abbaths Feuerspucken für das Video der ersten Single-Auskopplung ‘Dream Cull’ gefilmt. Der Gitarrist rutscht unruhig auf der Couch hin und her. Auf direkte Fragen zu antworten, ist nicht seine Sache – auch deshalb, weil das Gehör des Metal-Musikers über all die langen Jahre gelitten hat. Mit Glück geht das Gespräch zwar grob in die gewünschte Richtung, aber letztlich bestimmt hier nur der Gefragte, wo es langgeht. Zunächst kommen die auf DREAD REAVER deutlich hörbaren Einflüsse von Bands wie Motörhead, Kiss, Iron Maiden oder Venom zur Sprache.

„Das passiert einfach so“, zögert der Band-Kopf, um dann wie ein Schachtelteufel aufzuspringen und „Die hard!“ zu brüllen. Seine Gedanken bleiben bei Venom: „Cronos ist noch immer einer meiner großen Helden“, fügt Abbath hinzu, während seine Finger über unsichtbare Basssaiten fliegen. Dann zitiert er lautstark mit „In the name of Satan!“ den nächsten Song der Briten. „Diese Bands sind für mich Götter“, meint der Frontmann. „Ich bin mit ihnen aufgewachsen, und seit 30 Jahren gebe ich als deren Abkömmling mein Bestes.“ Solche eingestreuten Zitate, gesprochen, gesungen oder gegrölt, gehören seit jeher zu jedem Gespräch mit dem Norweger. Über die Jahre sind hektische Bewegungen, Posieren und ständige Grimassen hinzugekommen. Neu ist jedoch, dass seine Zunge scheinbar ein Eigenleben entwickelt hat und immer wieder über die Lippen fährt.

Metal im Kopf, Metal im Herzen

Neben Abbaths indirekter Würdigung seiner Idole, die sich als Anspielung und Ähnlichkeit in einigen seiner Riffs äußert und die er gerne im Vergleich vorsingt, liefert er auf DREAD REAVER auch eine sehr direkte Verbeugung in Form des Metallica-Covers ‘Trapped Under Ice’. „Ich bin in erster Linie Metal-Fan“, betont Olve das Offensichtliche. „Metallicas RIDE THE LIGHTNING ist eine meiner Lieblingsscheiben, und als ich den Song mal wieder hörte, merkte ich, dass er gut zu meiner Stimme passt.“ Außerdem verweist der Sänger auf das Vorgängeralbum OUTSTRIDER mit dem Bathory-Cover-Bonus ‘Pace Till Death’. Dieser fand sich jedoch nur auf der limitierten Edition. Dagegen soll sich die Metallica-Hommage organisch in das neue Album einfügen, wobei Abbath die berühmte Judas Priest-Adaption des Joan Baez-Songs ‘Diamonds And Rust’ als Vorbild diente.

Egal, worum es geht: Der Norweger landet immer wieder bei den Klassikern des Heavy Metal. Die Frage nach dem Ausgangspunkt des neuen Albums lenkt seinen Monolog für eine Weile in eine andere Richtung: „Wir waren gerade in Denver angekommen, um mit Mayhem auf US-Tour zu gehen, als wir wegen des Pandemieausbruchs umgehend wieder nach Hause geschickt wurden“, erzählt Olve. „Einen Monat lang habe ich meine Gitarre nicht angefasst, bis mir klar wurde, dass ich noch ein Album abliefern muss, um meinen Vertrag zu erfüllen. Dies motivierte mich dazu, an neuen Songs zu arbeiten.“ Sein Schaffen beschreibt der Norweger als „verrückten Prozess“ und „ein Auf und Ab“, was sicher auch mit seinem wechselhaften Gesundheitszustand zu tun hat.

„… und dann passierte diese Scheiße“

Aus seinem Ringen mit unter anderem Alkohol hat Olve in den letzten Jahren kein großes Geheimnis gemacht. Obendrein war er durch die internationale Situation von seinem Lebenstraum abgeschnitten, auf der Bühne zu stehen und die Menge zu begeistern. „Wir waren bereit für die Tour, bestens eingespielt, ich war nüchtern, und dann passierte diese Scheiße“, seufzt der Musiker, um erstaunlich unsentimental fortzufahren: „Aber ich zerfließe nicht vor Selbstmitleid. Es ist eben eine Pandemie. Damit müssen wir alle klarkommen.“

Was sich hinter den Kulissen mit seinen Band-Mitglieder zugetragen  hat und woher genau die Maske auf dem Cover von DREAD REAVER stammt, erzählt Abbath im kompletten Interview, zu finden in der METAL HAMMER-Aprilausgabe.

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