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Accept: Tradition am Puls der Zeit

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Das neue Accept-Album TOO MEAN TO DIE (VÖ: 29.01.2021) klingt zwar traditionell, wartet aber auf der anderen Seite auch mit frischer Energie, Liebe zum Detail und herrlich zeitgenössischen, perfekt auf die Zielgruppe zugeschnittenen Themen auf.

METAL HAMMER: TOO MEAN TO DIE ist ein recht typisches Accept-Album geworden – sehr hymnisch und kraftvoll, und ein großer Fokus liegt auf der Gitarren­arbeit sowie pompösen Refrains mit Chören…

Wolf Hoffmann: Das sind die Trademarks, die wir bewusst einsetzen – das ist das, was uns ausmacht. Wir könnten schon mal etwas anderes machen, aber ich denke immer gleich an die Fans, die das gar nicht wollen. Die Fans wollen hören, wofür wir bekannt sind. Wir sind in der glücklichen Lage, Trademark-Elemente und einen gewissen Sound zu haben, den wir uns hart erarbeitet haben. Und der soll natürlich auch in den Songs zu hören sein.

Die Frage ist also, wie man es schafft, neue Songs zu schreiben, die so klingen, als hätten sie schon früher erscheinen können. Das ist mein Motto. Ich denke mir: Okay, das erinnert an die Achtziger, klingt aber vielleicht etwas anders und frisch – aber nicht so anders, dass uns niemand mehr erkennt. Wir versuchen, den goldenen Mittelweg zu finden: Es sollte typisch klingen, aber nicht wie schon dagewesen. Neu, aber nicht zu neu…

MH: Neben der Ballade ‘The Best Is Yet To Come’ fällt die S­ingle ‘The Undertaker’ etwas aus dem Rahmen. Wonach stand dir hier der Sinn?

WH: Obwohl ‘Undertaker’ auch viele typische Elemente hat. Aber ja, die Thematik ist etwas anders. Bei diesem Song war der Text zuerst fertig. Das passiert selten bei uns. In diesem Fall kam Mark mit der Idee an. Er hatte eine Art Gedicht über einen imaginären Totengräber verfasst, zu dem ich dann die passende Musik komponierte. Sie sollte entsprechend unheimlich und spukhaft sein. So entstand ein etwas ungewöhnlicherer Song.

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MH: Der Gesang in den Strophen von ‘The Best Is Yet To Come’ klingt etwas ungewohnt – wir hören aber Mark, oder?

WH: Ja, genau. Gäste haben wir eigentlich nie. Das ist das Irre an Mark: Er beherrscht nicht nur diese High Pitch-Schreie und den ganzen Metal-Gesang, sondern kann auch ganz zahm und zivilisiert singen. Er hat zwei komplett unterschiedliche Facetten, was ziemlich geil für uns ist.

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