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AC/DC: Live-Urgewalt, Backing-Chöre und Vinyldächer

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Die zwei Debütalben

Während auch The Beatles und The Rolling Stones für den UK- und US-Markt unterschiedliche Debütversionen veröf­fentlichen, welche weit­gehend lediglich in Song-Reihenfolge und dem ein oder anderen Track variieren, gestalten sich Sachlage und Unterschiede bei AC/DC durchaus gravierender: Besteht die australische Erstveröffentlichung von HIGH VOLTAGE (1975) noch primär aus ersten Song-Gehversuchen, schaffen es davon auch nur lediglich zwei (‘Little Lover’ und ‘She’s Got Balls’) auf das ebenfalls HIGH VOLTAGE betitelte, 1976 mit alternativen Coverartworks international veröffentlichte Album. Der Rest des Global-Debüts stammt vom musika­lisch deutlich explosiveren Zweitwerk T.N.T., welches außerhalb Australiens nie offiziell veröffentlicht wurde.

Bühnenherzblut

Es ist kein Geheimnis, dass AC/DCs Können und auch ihr immenser Erfolg seit jeher mit ihrer Live-Präsenz einhergehen: Mit Gigs an jeder erdenklichen Steckdose hat sich die Band zunächst Australien, dann Europa, und letztendlich auch die USA erschlossen. Entsprechend wurden ihre Tourneen und Shows ab einem gewissen Punkt fast wichtiger als Neues aus dem Studio (was wohl auch ein paar uninspirierte Achtziger-Pflichtplatten erklärt). Die einzige (offizielle) Möglichkeit für Zuspätgeborene, sich einen Eindruck davon zu verschaffen, was für eine Live-Urgewalt AC/DC in den Siebzigern waren, ist die erste und einzige Mitschnittplatte der Band mit Bon Scott, IF YOU WANT BLOOD YOU’VE GOT IT (1978).

Knapp ein halbes Jahr vor seiner Veröffentlichung im Oktober bei einer Show im The Apollo im schottischen Glasgow aufgenommen, hauen AC/DC eine zehn Song starke, lediglich in der Song-Reihenfolge von der Original-Setlist modifizierte, explosive und konzise Konzertkonserve auf den Markt, die sich im Nachhinein einen festen Platz in den Bestenlisten der bedeutendsten Live-Alben aller Zeiten sichert.

Die posthum-prophetische Platte

Nachdem 1978 POWERAGE die (vorerst) letzte kontinuierliche Kollaboration mit dem etablierten Produzenten-Team Vanda & Young darstellt und man mit Nachfolger Eddie Kramer (Jimi Hendrix, Kiss) nicht klarkommt, krempelt ein anderer Südafrikaner den Laden (fast) auf links: Robert John „Mutt“ Lange (The Boomtown Rats, Savoy Brown) triezt die Band, die es bislang gewohnt ist, ein Album in weniger als drei Wochen einzuzimmern, für mehrere Monate im Studio. Das Ergebnis und der Erfolg (Bon Scotts Schwanengesang HIGHWAY TO HELL ist mit fast zehn Millionen das zweitmeistverkaufte AC/DC-Album) gibt ihm Recht.

Lange gelingt es, AC/DCs Essenz zu erhalten, der Band aber beispielsweise mit fetten Backing-Chören einen neuen, kommerzielleren Soundkick zu verpassen, der auch in den USA gefällt. Scott indes ist nicht vergönnt, das neue Hoch länger zu genießen. Am 19. Februar 1980 verstirbt der Sänger im Zuge einer Alkoholvergiftung im Alter von 33 Jahren.

Spaß am Gaspedal

Vor seiner Zeit bei AC/DC arbeitet Sänger Brian Johnson zwischen 1976 und 1980 als jemand, der die einst kurzzeitig populären Vinyldächer für Automobile fertigt und anpasst. Eine passende Beschäftigung für den bekennenden Autonarren und -Fahrer sowie späteren Besitzer zweier Original-Rennwagen (ein Pilbeam MP84 sowie ein Royale RP4). Als Gast von Großbritanniens erfolgreichstem Fernsehformat, dem Automagazin ‘Top Gear’, punktet Johnson 2009 nicht allein als kompetenter Interview-Partner, sondern schafft bei der üblichen Prominentenrennrunde in dem von 2006 bis 2010 als Fahrzeug benutzten Chevrolet Lacetti auf der sendungseigenen Teststrecke eine Spitzenzeit von 1:45.9. Das beschert ihm den zweiten Platz auf der Lacetti-Bestenliste, gleich hinter Jamiroquais Jay Kay, aber deutlich vor anderen Kandidaten wie Justin Hawkins, Guy Ritchie oder gar Boris Johnson.

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