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Adrian Smith: KI ist eine Gefahr für junge Bands

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Künstliche Intelligenz wird auch in der Musikindustrie ein immer wichtigerer Bestandteil. Viele Künstler beäugen diese Entwicklung argwöhnisch, mitunter ablehnend, so auch Iron Maiden-Gitarrist Adrian Smith. Wie der Musiker erklärte, sei die Technologie für viele eine Bedrohung – vor allem für junge Bands.

Kampf den Maschinen?

„Ich mag es einfach nicht“, erklärte Smith über die Verwendung von KI in der Musik gegenüber der argentinischen Plattform ‘UnDinamo – La última Radio de Rock’. „Die Leute scheinen immer mehr mit immer weniger Aufwand zu wollen. Ich finde, der Reiz und der Spaß liegen auch im Weg dorthin, im Prozess selbst und im Kampf. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man es dann geschafft hat. Wenn einem jemand einfach etwas schenkt, ist alles fertig. Und ich denke, aus unserer Sicht sind die Alben, die Richie (Kotzen, Gitarrist – Anm.d.A.) und ich machen, ziemlich organisch. […] Es sind nur zwei Gitarren und unsere Stimmen. Ein paar Overdubs natürlich, aber wir versuchen, es organisch zu halten, das Menschliche zu bewahren.“

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Auf die Frage, ob er KI für eine Bedrohung für jüngere Musiker halte, die heute in der Branche Fuß fassen wollen, sagte Smith: „Die Musikindustrie liegt wegen des Musik-Streamings am Boden. Die Leute werden nicht bezahlt oder können mit Musik kein Geld verdienen. Klar, man kann heutzutage ein Album am Computer aufnehmen. Das kann jeder. Dadurch ist alles irgendwie günstiger geworden. Es gibt keinen Kampf mehr. Früher musste man sparen und hart arbeiten, um sich eine Stunde im Studio leisten zu können. Das war sehr teuer.

Ich bin froh, dass ich in meiner Zeit geboren wurde, denn ich hatte das Beste aus beiden Welten. Mit Maiden können wir das Ganze durch Konzerte rentabel machen, aber bei den Platten ist es […] tragisch. Die Leute erwarten neue Musik kostenlos; sie wollen Musik umsonst. Sie wollen nicht dafür bezahlen.“


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