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Amorphis: Tomi Joutsen spricht über KI in der Musik

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Tomi Joutsen, die Stimme der finnischen Melodic Death-Metaller Amorphis, sprach mit Jovan Ristić von Altnote über Computer-Plug-ins und Künstliche Intelligenz in der Musik – und äußerte sich dabei zwiegespalten.

Auf die Frage, wie er die Fähigkeiten von KI und Maschinen in Kunst und Musik einschätzt, antwortet der Frontmann: „Um ehrlich zu sein weiß ich nicht, wie viel Maschinen überhaupt schon können. Es ist schwierig, weil jeder eine Band natürlich lieber hört, wenn sie echte Verstärker, Gitarren, Trommeln und Instrumente nutzt. Aber ich glaube, dass die meisten Leute heutzutage Plug-ins und Ähnliches für alles benutzen. Wenn man darüber nachdenkt, ist es keine pure Kunst.“

Wahre Kunst

Der Sänger kann nachvollziehen, dass viele die Unterstützung von Computern in Anspruch nehmen, aber für ihn geht dadurch etwas verloren. Er erklärt: „Ich glaube, dass Computer großartige Inspiration bieten können, und wenn jemand alles mit Computern und Programmen machen möchte, ist das für mich in Ordnung.

Aber ich persönlich denke, dass wahre Kunst von Menschen kommt und nicht von Maschinen. Ich glaube, dass eine Sache, die Maschinen wirklich nicht erschaffen können, echte Emotionen sind. Sie verstehen nicht, wie es ist, etwas zu fühlen. Wie es ist, wirklich zu lieben, zu hassen oder zu leiden. Ich glaube, dass man all das braucht, all diese Emotionen braucht, wenn man etwas Wahres und Einzigartiges bieten möchte. Das ist meine Meinung dazu“, führt Joutsen aus.

Dasein als Vollzeitkünstler

Dazu, was es bedeutet, mit der Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sagt er zuvor im Interview: „Am Ende ist es so: Wenn man sich für Kunst interessiert, ob das nun Musik, Malerei oder Film ist, ist das eine Leidenschaft. Und wenn man für etwas so leidenschaftlich empfindet, ist es beinahe unmöglich, zu vermeiden, 24/7 ein Künstler zu sein.“ 

Der Amorphis-Sänger macht sich darüber aber keine Illusionen, dass man es als Künstler nicht leicht hat. Er wendet ein: „Es ist schwere Arbeit. Ich glaube, jeder, der mit Musik seinen Lebensunterhalt verdient, kann bestätigen, dass es nicht der einfachste Weg ist. Aber zur gleichen Zeit, kann es einem auch so viel geben. Es kann eine fantastische Entscheidung sein.“

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