Toggle menu

Metal Hammer

Search

Anwalt von Metallica über die Napster-Klage

von
teilen
mailen
teilen

Die frühen 2000er Jahre brachten eine Revolution in Sachen Musikkonsum und veränderten die Industrie für immer. Mitten in diesem Wandel befanden sich Metallica, die im Kampf gegen das illegale Herunterladen von Musik vorgingen. Ausgerechnet die Herren, die mit Thrash Metal aus dem Underground kamen, standen auf einmal für die Musikindustrie ein – die Fans waren enttäuscht.

Empfehlungen der Redaktion
Die METAL HAMMER-Maiausgabe 2023: Metallica, Holy Moses, Motörhead u.a.

Nun, 23 Jahre später, hat sich deren Anwalt Peter Paterno erneut geäußert. Ihm zufolge war es richtig, dass die Band die Musiktauschbörse Napster und die Fans verklagte. Paterno hält die Klage für einen „fairen“ Schritt. Und weiter sagt er: „Die User waren im Grunde genommen Diebe! Das ist keine populäre Meinung. Die landläufige Meinung ist jetzt eine Art Geschichtsrevisionismus, dass wir Napster nicht hätten verklagen sollen, wir hätten uns mit ihnen einigen, einen Deal machen können. Was für ein Deal? Die Leute bekamen die Musik umsonst!“

„Metallica legten die Regeln fest.“

Paterno fährt fort: „Das war wirklich notwendig, um die Grundregeln dafür festzulegen, was Musik wert ist. Diese Fans sind keine Fans – Fans zahlen für Musik und wissen ihren Wert zu schätzen. Es ist so, wie Dr. Dre sagte: ‚Ich arbeite rund um die Uhr im Labor, und diese Typen klauen es einfach? Die können mich mal!'“

Empfehlungen der Redaktion
Lars Ulrich hofft, dass Metallica noch 20 Jahre weitermachen

Der Metallica-Anwalt weiter: „Viele Leute denken, dass das eine radikale Haltung ist. Aber wir sind von einem Unternehmen, das jährlich 30 Milliarden Dollar umsetzt, in drei oder vier Jahren auf ein Drittel davon zurückgegangen, weil die Kreativität der Leute nicht belohnt wurde. Damit war ich nie einverstanden.“

Metallica in der Schusslinie

2016 sagte Schlagzeuger Lars Ulrich, er sei noch immer stolz darauf, dass sie „für das eingetreten sind, woran wir geglaubt haben“.  Der 59-Jährige fügte damals aber hinzu, dass sie seiner Meinung nach besser auf die darauf folgenden Reaktionen hätten vorbereitet sein können.

Empfehlungen der Redaktion
Metallica: Floor Jansen ersetzt Five Finger Death Punch

Hinter verschlossener Tür wurden Metallica für ihre Klage gelobt, vor allem von Musikerkollegen – „Ihr Jungs steht für den Rest von uns ein“. Aber in dem Moment, als sie in der Öffentlichkeit standen, waren Metallica auf sich allein gestellt. Ulrich dazu: „Jeder war zu feige, einen Schritt nach vorne zu machen. Die einzige andere Person, die etwas gesagt hat, war Dr. Dre.“


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Keine METAL HAMMER-Ausgabe verpassen und dabei sparen: 3 Hefte zum Sonderpreis im Spezial-Abo für nur 9,95 € – dieses und weitere attraktive Abo-Angebote jetzt sichern unter metal-hammer.de/abo!

teilen
mailen
teilen
Metallica covern Tankard in Frankfurt

Am vergangenen Wochenende haben Metallica zwei Mal in Frankfurt am Main aufgespielt. Zusammen mit dem noch am 30. Mai anstehenden Stelldichein in der Berlin sind das die einzigen Liveshows der "Four Horsemen" dieses Jahr in Deutschland. Und im Deutsche Bank Park machten die Thrash-Veteranen — neben der spektakulären Bühnenproduktion — gleich doppelt von sich reden. Bewusste Wahl Auf der einen Seite stellten Frontmann/Gitarrist James Hetfield, Schlagzeuger Lars Ulrich, Lead-Gitarrist Kirk Hammett und Bassist Robert Trujillo mit ihren Gastspielen am Freitag, den 22. Mai sowie am Sonntag, den 24. Mai 2026 einen Besucherrekord auf. Demnach waren — vermutlich aufgrund der platzsparenden…
Weiterlesen
Zur Startseite