Blind Guardian: Steter Wandel

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Das komplette, ausführliche Interview mit Blind Guardian findet ihr in der METAL HAMMER-Septemberausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Blind Guardian wirken von außen betrachtet nicht wie eine Band, die unüberlegt oder übertrieben instinktiv handelt. Deshalb die Frage, ob die Musiker vor einem neuen Albumzyklus noch einmal auf das letzte Werk zurückblicken und es analysieren. In dieser Hinsicht sind sich alle ziemlich einig. Sänger Hansi Kürsch bringt es auf den Punkt: „Das letzte Album ist, was die kreative Ausrichtung angeht, mental vollständig abgehakt. Wir wollen uns verändern und haben uns zu dem Zeitpunkt auch verändert. In der Regel liegen bei uns vier Jahre zwischen zwei Alben.

Die Liebe zum Überraschungsmoment

Irgendetwas verändert sich immer, und wenn es nur das Alter ist. Meist ist es viel mehr, vor allem in der heutigen Zeit. Die eigene Analyse, aber auch das Feedback von außen lassen mich persönlich zumindest darüber nachdenken, was ich auf dem aktuellen Album besser machen möchte. Wichtig ist vor allem die Veränderung, weil es sonst für alle Beteiligten langweilig wird. Innerhalb unserer Parameter lieben wir das Überraschungsmoment. Vieles, das wir dadurch erreicht haben, ist musikalisch einzigartig. Das kann uns keiner nehmen. Man kann von BATTALIONS OF FEAR über NIGHTFALL IN MIDDLE-EARTH und A TWIST IN THE MYTH bis hin zu THE GOD MACHINE nicht sagen, wir würden immer nur das Gleiche machen. Das wäre absoluter Unsinn.

Was man sagen kann, ist, dass man alles scheiße findet. Damit müsste und kann ich leben. Wir befinden uns auf einer Reise, die noch lange nicht beendet ist. Der Weg ist das Ziel.“ Schlagzeuger Frederik Ehmke ergänzt: „Für THE GOD MACHINE war uns von vornherein klar, dass wir auch in Sachen Sound etwas verändern wollen. Ich nutze an meinem Instrument zum Beispiel ein anderes Drumtuning, neue Felle und Becken. Auch der Gitarren-Sound wurde vollkommen neu designt, und beim Mix sind wir ebenfalls neue Wege gegangen. Und wir denken, dass sich die Mühen gelohnt haben.“ Gitarrist Marcus Siepen grinst. „Wenn man alles exakt wie beim Vorgänger macht, kann man kein anderes Ergebnis erwarten, oder?“

„Blind Guardian sind keine traditionelle Band“

Weise Worte, die jedoch speziell im traditionellen Metal nicht immer auf offene Ohren stoßen. Der berühmte Konservatismus einiger Fans, die ihren Lieblings-Bands am liebsten gar keinen Spielraum zur Entwicklung zugestehen würden, existiert nach wie vor. Die Krefelder zucken unisono mit ihren acht Schultern, bevor Marcus wieder das Wort ergreift. „Für mich sind solche Bezeichnungen wie ,traditioneller Metal‘ in erster Linie eine Schublade, in die man gesteckt wird. Und so etwas mag ich nicht besonders, weil es einen limitiert. Ich sehe uns auch nicht als traditionelle Band, nicht als Speed, Prog oder Epic. Wir spielen Metal, Punkt.

Wenn wir Lust darauf haben, machen wir Thrash oder schreiben eine Ballade. THE GOD MACHINE steht dafür, es hat einen natürlichen Old School-Vibe, ist aber ganz klar ein modernes Album von Blind ­Guardian.“ Frederik erinnert sich an die Geburtsstunde des neuen Albums. „Alte oder neue Schule spielte keine große Rolle. Wir wussten, dass wir geradliniger und wieder schneller und härter werden wollten. Als diese Kanäle geöffnet waren, ging uns das Songwriting auch leicht von der Hand.“ Hauptkomponist André Olbrich lacht. „Na ja, ich würde sagen, es wird mit jedem Album schwieriger, gute, prägnante, noch nicht völlig ausgelutschte Riffs aus dem Hut zu zaubern.

Speed Metal 2022

Es gibt immer mehr gute Metal-Musik, an der man sich messen lassen muss. Deswegen versuchen wir, in jedem Songwriting-Prozess innovative Eckpfeiler zu finden, die ein Album tragen können. So landen viele Ideen im Müll, aber ich finde das gut so. Wir haben einen sehr hohen Anspruch, was Eigenständigkeit, Einzigartigkeit und Wiedererkennungswert angeht. Für mich klingt das neue Album nach Speed Metal, wie er in unseren Ohren im Jahr 2022 klingen sollte.“

Was hinter dem direkten Sound des Albms steckt, welche Unstimmigkeiten herrschten und was für Kopfschmerzen sorgte, erzählen Sänger Hansi Kürsch, die Gitarristen André Olbrich und Marcus Siepen sowie Schlagzeuger Frederik Ehmke im ausführlichen Titel-Interview der METAL HAMMER-Septemberausgabe.

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