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Cinderella: 35 Jahre HEARTBREAK STATION

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Als Cinderella im November 1990 ihr drittes Studioalbum HEARTBREAK STATION veröffentlichten, war klar: Die US-amerikanische Rock-Band wollte raus aus dem Korsett des Glam Metal, das ihre ersten beiden Alben geprägt hatte. Statt Hochglanz und Effekte setzte die Band auf rohe Energie, Blues-Einflüsse und einen Klang, der an die Rolling Stones oder Aerosmith erinnert.

Zwischen Aufbruch und Rückschritt

Mit elf Songs, drei Singles und einer Chart-Platzierung auf Rang 19 der Billboard 200 schien zunächst alles nach Erfolg auszusehen. Im Februar 1991 erreichte die Platte sogar Platinstatus in den USA. Doch die Kritiker waren gespalten: Manche lobten den mutigen Schritt weg vom Achtziger-Sound, andere sahen darin einen Rückschritt und bemängelten mangelnde Originalität. In Deutschland landete das Album immerhin auf Platz 34 der Charts.

Abschied und Neuanfang

HEARTBREAK STATION war das letzte Album mit Schlagzeuger Fred Coury als festem Band-Mitglied. Er wechselte zu Arcane, kehrte aber für die Aufnahmen des Nachfolgers STILL CLIMBING (1994) noch einmal zu Cinderella zurück. Zu diesem Zeitpunkt war es noch nicht abzusehen, aber dieses Werk blieb schließlich das letzte Studioalbum der Band.

Stimmen aus der Vergangenheit

Frontmann Tom Keifer erklärte damals gegenüber der Los Angeles Daily News: „Der Klang hat sich seit unserem letzten Album weiterentwickelt. Aus Produktionssicht sind wir simpler und roher geworden, es sind insgesamt weniger Effekte.“ 

Auch musikalische Legenden mischten mit: John Paul Jones (Ex-Led Zeppelin), arrangierte die Saiteninstrumente für zwei der Lieder. Jahre später reflektierte Keifer im Gespräch mit Classic Rock Revisited: „Wir sind dem Achtziger-Klang entwachsen. Das war eine völlig bewusste Entscheidung. Das Komponieren und Musizieren wächst mit einem, es ist organisch und passiert einfach.“ 2017 schließlich nannte er HEARTBREAK STATION sogar sein persönliches Lieblingsalbum – auch wenn die Band zu jener Zeit schon keine Zukunftspläne mehr hatte. Das letzte Konzert von Cinderella fand 2014 statt.

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Zuletzt aktualisiert am 7. Januar 2026 um 0:40 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Drama und (ein bisschen) Durchhaltewillen

Die frühen Neunziger brachten nicht nur musikalische Veränderungen, sondern auch persönliche Krisen mit sich: 1991 verlor Keifer seine Stimme und musste sich mehreren Operationen unterziehen. Kommerziell ging es bergab, die Band trennte sich zeitweise, fand aber 1996 wieder zusammen.

HEARTBREAK STATION ist ein Album voller Kontraste: kommerziell erfolgreich, aber kritisch umstritten; ein Schritt weg vom Glam Metal und hin zu klassischem Hard Rock mit Blues-Attitüde. Mit Gästen an Blasinstrumenten, Tasten und Hintergrundgesang entstand ein Werk, das heute als mutiger Versuch gilt, sich neu zu erfinden – und das Tom Keifer bis heute als Herzstück der Cinderella-Diskografie betrachtet.


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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