METAL HAMMER hat die 500 besten Metal-Alben aller Zeiten gewählt – mit einer fast 100-köpfigen Jury. In die Liste geschafft haben es Veröffentlichungen von 1970 bis 2023. Heute stellen wir daraus vor:
Platz 3: HOLY DIVER von Dio (1983)
Ronald James Padavona, den alle Welt unter dem Namen Ronnie James Dio kennt, zählt zu den größten und meistverehrten Metal-Helden. Der im Jahr 1942 geborene und 2010 an Magenkrebs gestorbene US-Amerikaner wird bis heute für seine Ausnahmestimme, aber auch seine fantasiereichen Song-Texte bewundert und gilt darüber hinaus als derjenige, der durch die permanente Verwendung auf Konzerten das Genre-typische „Devil horns“-/„Mano cornuta“-Handzeichen in der Szene populär machte.
Als der Sänger 1982 eine Solo-Band unter eigenem Namen ins Leben ruft, hat er bereits mit Formationen wie Elf, vor allem aber Rainbow und Black Sabbath jede Menge Rock- und Metal-Geschichte geschrieben (von Letzteren scheidet er während der Produktion des Live-Zeugnisses LIVE EVIL aufgrund eines Zerwürfnisses mit Tony Iommi und Geezer Butler).
Obgleich es Dio unter diesem Namen im Lauf der folgenden Jahrzehnte mit unterschiedlichen Mitstreitern auf ganze zehn Studioalben bringt, von denen nicht wenige als zeitlose Klassiker gelten, genießt das 1983 auf den Markt gebrachte Debüt der Gruppe eine Ausnahmestellung: Das zusammen mit Schlagzeuger (und einstigem Black Sabbath-Kollegen) Vinny Appice, Gitarrist Vivian Campbell sowie Bassist, Keyboarder und vormaligem Rainbow-Mitstreiter Jimmy Bain eingespielte und vom Meister selbst produzierte HOLY DIVER weist mit knapp 42 Minuten nicht nur die perfekte Länge auf, sondern beinhaltet zudem ausschließlich großartige Songs im traditionellen, doch zeitlos klingenden, melodisch-episch dargebotenen und partiell mit Chören veredelten Heavy Metal-Stil.
Ein zeitloses Album mit Ausnahmecharakter
Zu den Höhepunkten der Gut gegen Böse abwägenden Erzählung zählen das einleitende Selbstermächtigungsstück ‘Stand Up And Shout’ (nach dem posthum der Dio Cancer Fund benannt wurde), der beliebte, wenngleich ewig kryptisch anmutende Titel-Track, das schmeichelnde ‘Don’t Talk To Strangers’, die philosophischen Nummern ‘Straight Through The Heart’ und ‘Invisible’ sowie die triumphale, als zweite Single veröffentlichte Hymne ‘Rainbow In The Dark’.
Schon zur damaligen Zeit erkennen Fans wie Presse den Ausnahmecharakter des (vom weltbekannten Artwork aus der Feder des Illustrators Randy Berrett gezierten) Werks, das in einigen Ländern in die Charts vordringt und im Jahr nach seinem Erscheinen in den USA Goldstatus erreicht (1989 folgt Platin). Bis heute haben die darauf stehenden Songs nichts von ihrer Zeitlosigkeit und Strahlkraft eingebüßt – Metal-Partys ohne ‘Holy Diver’ verdienen diesen Namen nicht. Ein echtes Album für die Ewigkeit. (Katrin Riedl)
Die komplette Liste der 500 besten Metal-Alben aller Zeiten entstammt METAL HAMMER-Ausgabe 07/2024 – unserer 500. Ausgabe aus unserem 40. Jubiläumsjahr. Das Heft ist restlos vergriffen. Ihr findet die Liste weiterhin auf metal-hammer.de.
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