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Die Rückbesinnung auf die alte kompositorische Partnerschaft von Shagrath und Silenoz hat natürlich auch einen handfesten Grund, über den keiner gerne spricht: die Trennung von Tom Rune Andersen alias Galder, die im Sommer 2024 bekanntgegeben wurde. Der Gitarrist, der mittlerweile seine alte Band Old Man’s Child erfolgreich wiederbeleben konnte, hatte nach seinem Einstieg bei Dimmu Borgir im Jahr 2000 stets einen signifikanten Anteil an deren Songs gehabt. Ein Schatten davon ist auch auf dem neuen Album übriggeblieben.
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Den brandneuen Song „The Qryptfarer“ gibt es zuerst bei uns und nur hier auf 7″ zu hören, die mächtige Aufnahme des Klassikers „Mourning Palace“ live von der Hauptbühne des Wacken Open Air 2025 auf der B-Seite bekommt ihr nirgends sonst physisch.
„So lange, wie wir an SERPENT gearbeitet haben, sind natürlich auch Ideen und Riffs von Tommy darauf gelandet“, gibt Shagrath ohne Zögern ehrlich zu. „Aber der Löwenanteil stammt bei allen Songs von Sven und mir. Galder ist bei keinem Song der Hauptkomponist.“ Sein Nebenmann ergänzt, dass sich sämtliche Stücke im Lauf der Zeit derartig stark verändert hätten, dass sie sich teilweise massiv von der ersten Idee unterscheiden würden. Über die Hintergründe der Trennung schweigen sich die beiden Norweger explizit aus. Silenoz merkt jedoch an, dass er sich über den Erfolg von Old Man’s Child sehr freuen würde und Galder schon seit vielen Jahren zur Wiederbelebung seiner Band geraten hätte.
Riesenüberraschung
„Wir werden auf gar keinen Fall in der Öffentlichkeit dreckige Wäsche über unsere ehemaligen Mitstreiter waschen, auch wenn manche geradezu begierig darauf zu hoffen scheinen“, betont Thoresen, um sich dann dennoch einen vielsagenden Satz entlocken zu lassen: „Der Ausstieg von Tom ist das Beste, was in dieser Band seit langer Zeit passiert ist.“ Mehr kommt dazu nicht, und bei der Interpretation sollte beachtet werden, dass das Duo seine wiedergefundene kreative Zweisamkeit sehr positiv bewertet, getreu dem Motto: Zu viele Köche verderben den Brei. Dass die Zeichen im Umgang mit ehemaligen Band-Mitgliedern auf Entspannung stehen, lässt sich auch aus der Riesenüberraschung beim Inferno Festival 2024 ablesen.
Dort holte die Band für den Song ‘The Insight And The Catharsis’ nicht nur wie mehrmals zuvor ihren früheren Schlagzeuger Tjodalv auf die Bühne, sondern unter lautstarkem Jubel der Fans traten auch Bassist ICS Vortex und Keyboarder Mustis mit ins Rampenlicht. Bei deren Rauswurf im Jahr 2009 hatte es viel böses Blut gegeben. „Ich gebe zu, dieser Idee anfangs recht skeptisch begegnet zu sein“, meldet sich der Sänger zu Wort. „Wenn man getrennte Wege geht, gibt es stets gewichtige Gründe dafür. Wir haben viel telefoniert, bevor die Entscheidung fiel, es zu machen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es stattgefunden hat. Es hat allen Beteiligten auf und vor der Bühne viel Freude bereitet – und, wer weiß, vielleicht machen wir so etwas irgendwann wieder. Aber falls einer auf die Idee käme, wieder in der alten Besetzung touren zu wollen, würde ich das respektvoll ablehnen.“
Jetzt oder nie
Die beiden Ehemaligen hatten sich den österlichen Auftritt auch nicht leicht gemacht. Sowohl Øyvind „Mustis“ Mustaparta als auch Vortex alias Simen Hestnæs berichten auf Nachfrage unabhängig voneinander von mehreren langen Telefonaten miteinander, um eine gemeinsame Linie zu finden. Laut Mustis lief es auf ein „jetzt oder nie“ heraus, und zum Glück konnten beide über ihren Schatten springen. „Wir sind nicht mehr die besten Freunde, aber reden seit Jahren wieder miteinander“, fügt Kopperud hinzu.
„Natürlich wird es immer Leute geben, die sich den ein oder anderen Musiker in die Besetzung zurückwünschen. Doch als aktive Band verbringt man viel Zeit miteinander. Am Ende geht es deshalb um mehr als nur musikalisches Talent. Die Persönlichkeit und wie man miteinander umgeht, ist mindestens ebenso wichtig.“ Er fährt fort, dass Dimmu Borgir gelernt hätten, bei einem Besetzungswechsel genau hinzusehen. Als wichtigste Kriterien gelten mittlerweile neben der Basis an musikalischer Professionalität eine positive Grundeinstellung, gegenseitiger Respekt und zugleich die nötige Ernsthaftigkeit als Voraussetzungen für einen Einstieg. „Mit einem großen Publikum kommt eine große Verantwortung“, sagt der Gitarrist.
Stresstest
„Unser Neuer, Mr. Damage, bringt obendrein einen großartigen Sinn für Humor mit. Er hatte zwar nicht viel Zeit, um SERPENT seinen Stempel aufzudrücken, aber seine Soli sind dennoch sehr präsent.“ Thoresen, der in seiner Rolle als Gitarrist von Chrome Divison bereits seit dem Jahr 2013 in dieser Band mit Kjell Åge „Mr. Damage“ Karlsen (siehe Kasten) spielt, lobt ebenfalls dessen umgänglichen Charakter. Er betont zudem ausdrücklich dessen Arbeitseifer. „Kjell war kaum in der Band, da musste er gleich 15 Songs für unsere Jubiläums-Shows lernen“, verrät der Frontmann. „Und weil das noch nicht genug Zusatzarbeit neben seinem regulären Job war, haben wir ihn gleich danach Soli für 13 neue Stücke entwickeln lassen. Das war ein Stresstest. Aber den muss jeder in dieser Band aushalten können. Willkommen bei Dimmu Borgir!“
Was es mit der „Schlangenkraft“ auf sich hat und warum der gute, alte Teufel kaum noch in den Songs auftaucht, lest ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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