Seit vergangenen Donnerstag ist ‘Iron Maiden: Burning Ambition’ in ausgewählten deutschen Kinos zu sehen. Dennis Stratton, der einstige Gitarrist der Eisernen Jungfrauen, konnte sich den Dokumentarfilm bereits zwei Mal zu Gemüte führen — und hat kürzlich seine Eindrücke in einem Interview bei Paulieflix zu Protokoll gegeben. Die zwei Kernpunkte seiner Analyse: Blaze Bayley, der zwischenzeitliche Vertreter von Bruce Dickinson, kommt nicht gut weg — und die Anfangsphase der Gruppe wurde zu schnell abgehandelt.
Ungerecht
Im Gespräch erzählt Stratton, der von Ende 1979 bis 1980 bei Iron Maiden spielte, wie er auf dem roten Teppich bei der Premiere in London zum ersten Mal Blaze Bayley getroffen hat. „Wir haben uns umarmt, ein paar Fotos zusammen gemacht und uns lange unterhalten. Es war toll. Doch nachdem ich mir den Streifen angesehen hatte, tut mir Blaze echt leid. Denn so, wie es erzählt wird, geht es in der Minute, als Blaze einsteigt, bergab mit der Band. […] Es klingt, als ob Blaze die komplette Schuld in die Schuhe geschoben wird, wobei es überhaupt nicht so war. Blaze hat zwei echt gute Alben mit ihnen gemacht.
Wie Steve [Harris, Bassist — Anm.d.A.] zu mir am Telefon gesagt hat, hat Bayley zu den Scheiben beigetragen. Man muss also vor Blaze dafür den Hut ziehen, dass er in die Fußstapfen von Bruce gestiegen ist und versucht hat, es fortzuführen, wo Bruce aufgehört hat. Das ist ein harter Job. Und so, wie es erzählt wurde, war es: ‚Jetzt spielen sie nur noch in Clubs.‘ Und die Pointe, als Bruce zurückkehrte, war, dass Steve ihn gefragt hat, warum er zurückkommen will, worauf Dickinson sagte: ‚Weil ich genervt davon bin, kleine Konzerte zu spielen. Ich will große Shows spielen.‘ Das kam so rüber, als ob die Band mit der Rückkehr von Bruce sofort wieder riesig war.“
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Weiter fährt Dennis fort: „Ich will nicht, dass die Iron Maiden-Familie oder die Fans sagen, das wäre Missgunst von mir, oder dass ich schlechte Laune habe. Das habe ich nicht. Es ist ein Film für die Fans. Ich bin stolz darauf, was ich bei Maiden in den ersten paar Jahren gemacht habe, und auch darauf, was ich eingebracht habe, während wir an diesen frühen Lieder gearbeitet haben. 1979 war die Band noch sehr punkig und aggressiv — so mochten wir das.
Aber man musste trotzdem noch ein wenig Klasse haben, weswegen wir die Gitarren getrennt haben und ein paar kleine Gesangsharmonien hinzugefügt haben. Denn so macht man die Stücke ein wenig interessanter und nicht so punkig und roh. Das stellt mich zufrieden. Die Tatsache, dass wir an diesen ersten zwei Alben gearbeitet haben. Und ich finde, sie sind ziemlich gut geraten. Daher würde ich sagen, dass der Film fantastisch für die Fans ist. Aber ich persönlich finde es einfach ein wenig traurig, dass diese frühen Tage so schnell erzählt wurden. Das ist alles.“
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