Es ist immer positiv, wenn es eine Metal-Band schafft, sich für den Eurovision Song Contest zu qualifizieren. Am vergangenen Samstag, den 28. Februar 2026 gelang dies Lavina — die Modern-Metaller gewannen den Vorentscheid in Serbien und dürfen nun ihr Heimatland in Wien vom 12. bis 16. Mai vertreten. Zunächst muss die Gruppe am 12. Mai das erste Halbfinale bestehen, um auch beim Finale am 16. Mai mit von der Partie sein zu können.
Daumen drücken für Serbien
Beim serbischen Vorentscheid „Pesma Za Evroviziju 26“, den die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Radio-Televizija Srbije (RTS) durchgeführt hat, nahmen insgesamt 14 Acts teil. Durch eine Kombination aus einem öffentlichen Voting sowie einer Jury-Abstimmung wurde der Sieger gekürt, welcher zum mittlerweile 70. Eurovision Song Contest fahren darf. Lavina setzten sich hierbei mit ihrem Song ‘Kraj Mene’ sowohl im öffentlichen Voting als auch bei der Jury durch. Von Publikumsseite erhielt die Formation 29.759 Stimmen, was mehr als doppelt so viel war wie der zweitplatzierte Track ‘Fräulein’ von Brat Pelin.
Lavina sind ein Sextett, das sich 2020 in Niš gegründet hat und mit ODYSSEY 2022 ihr Debütalbum veröffentlich hat. Mit dem Longplayer im Gepäck ist die Band in zahlreichen europäischen Ländern aufgetreten — darunter Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Nordmazedonien, Griechenland, Ungarn, die Tschechische Republik, die Slowakei und Polen. Vom Stil her verbinden Lavina viele verschiedene Rock- und Metal-Einflüssen. Zuletzt brachte die Gruppe mit ‘In Your Absence’ und ‘Iron Will’ im August und November 2024 zwei Singles heraus. Die jüngste Single ‘This, Too, Will Pass’ markierte eine klangliche und stilistische Veränderung. Das Zweitwerk von Lavina soll Ende des Jahres erscheinen.
Seit Lordi mit ‘Hard Rock Hallelujah’ im Jahr 2006 den Eurovision Song Contest für sich entscheiden konnten, hat keine Metal-Band mehr bei dem Wettbewerb triumphiert. Vergangenes Jahr schickten sich bekanntlich Feuerschwanz an, die auch durchaus Anklang im deutschen Vorentscheid fanden. Allerdings verwehrte Strippenzieher Stefan Raab den Folk-Metallern den Einzug ins Finale des Vorentscheids — mit dem arg unsinnigen Argument, dass Frauen eher nicht Metal hören, jedoch vornehmlich beim Publikums-Voting mitmachen würden.
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