Offene Kommunikation will gelernt sein. Offenbar hatten Evergrey und ihr ehemaliger Gitarrist Henrik Danhage ihre Probleme damit. In einem Interview mit Metal Side spricht Frontmann Tom S. Englund über die Trennung von Danhage und warum die Band für ihr neues Album ARCHITECTS OF A NEW WEAVE keinen neuen Gitarristen einstellte.
Kommunikationsprobleme
Auf die Frage, ob Danhage noch an der Platte mitgewirkt habe, antwortet der Sänger: „Nein, hat er nicht. Dieses Album haben wir zu viert aufgenommen. Wir konnten mit Henrik keine vernünftige Kommunikation schaffen und mussten eine Entscheidung fällen, weil wir kurz vor dem Mischen standen und noch immer keine Soli hatten.
Das war das Problem an der Sache. Ich habe die Rhythmusgitarre der letzten fünf Alben aufgenommen. Und wir wollten keinen super-fantastischen berühmten Gitarristen von Außen reinholen, nur um einen zu haben. Also fragte ich Johan (Niemann – Anm.d.Red.), unseren Bassisten, ob er die Hälfte der Soli übernehmen könne, was er dann tat“, führt er aus.
Unverfälscht
„In einer perfekten Welt hätten wir Stephen (Platt, neuer Gitarrist – Anm.d.Red.) schon früher dabeigehabt, aber so war es nunmal nicht. Und von außen wollten wir niemanden haben, weil wir wollten, dass es ein Evergrey-Album bleibt. Und das ist es nun“, bestätigt Englund.
Später im Interview bekräftigt er erneut: „Anstatt Yngwie Malmsteen für uns an die Gitarre zu holen oder jemanden, der auf YouTube berühmt ist, wie Ola Englund, ist das das Beste für uns. Da Johan und ich sowieso die meiste Musik geschrieben haben, kennt er sie.“
Keine Antwort
Auf die Frage, warum Danhage die Band verlassen haben, sagt der Sänger: „Da muss man ihn fragen. Er hat uns nicht gesagt, warum er sich zu diesem Schritt entschieden hat. Wir hatten ihn um einige Veränderungen gebeten, und dass er sich an der Band beteiligt. Wo man das Geld durch fünf teilt, sollte man auch zu fünft dafür arbeiten.
In einem Fußball-Team braucht man auch elf Spieler, die für das Team antreten, die motiviert sind, die dasselbe wollen. Und wenn das nicht der Fall ist, sollte man wahrscheinlich stattdessen etwas anderes tun. Aber so richtig wissen wir es nicht. Wir baten ihn um diese Veränderungen, und er antwortete einfach nicht“, erklärt er.
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