Toggle menu

Metal Hammer

Search
Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Paul Di’Anno wartet immer noch auf Knie-OP

von
teilen
twittern
mailen
teilen

[Update vom 27.09.2021:] Die gesundheitliche Lage des ehemaligen Iron Maiden-Sängers Paul Di’Anno hat sich in den vergangenen Monaten nicht gerade verbessert. So wartet der Musiker immer noch auf seine Knieoperation. Kastro Pergjoni, der Initiator der Crowdfunding-Kampagne für Paul und Besitzer des Cart & Horses Clubs, hat ein vielsagendes Foto gepostet (siehe oben) und dazu kommentiert: „Lasst uns ihn alle zusammen, die Fans und Freunde von Di’Anno, in diesem langen Kampf unterstützen. Das ist die jüngste Situation — und sie verschlechtert sich nur, solange sie anhält.“

In den Kommentaren zum jüngsten Bild hat sich auch Rodilla Cadera, ein orthopädischer Chirurg aus Mexiko, zu Wort gemeldet. Seiner Einschätzung nach stellt der Mangel an Geld nicht das Hauptproblem für Paul Di’Anno dar. Weil der Brite in einem Rollstuhl sitze, erscheine es wie eine Komplikation, die über Jahre gewachsen sei. „Er hat viel an Gewicht zugelegt, viele Wassereinlagerungen und vielleicht Diabetes, hohen Blutdruck und dergleichen, was seinen Zustand noch komplizierter macht.“ Das hieße: Nur mit einer OP ist Di’Anno nicht geholfen. Er sollte zudem auch schnell seine anderen gesundheitlichen Probleme angehen.


[Originalmeldung vom 19.01.2021:] Damit sich der ehemalige Iron Maiden-Sänger Paul Di’Anno seiner lange nötigen Knieoperation unterziehen kann wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um 20.000 Pfund (ca. 27.000 Dollar) zu sammeln.

In einer Nachricht auf der zugehörigen Seite heißt es: „Paul hat die letzten sechs Jahre darauf gewartet, diese Operation durchführen zu können. Jetzt sieht es leider so aus, als ob der einzige Weg, sie schnell durchzuführen, der private ist. Bitte spenden Sie so viel wie möglich, damit wir es für Paul möglich machen können. Wir wissen, dass die Zeiten für alle schwer sind, aber jedes bisschen hilft. Wenn wir alle zusammenkommen, können wir es für ihn schaffen.“

Der 62-Jährige nahm die ersten beiden Alben IRON MAIDEN und KILLERS mit seinen britischen Kollegen auf, bevor er durch Bruce Dickinson ersetzt wurde. In der Folgezeit war er Frontmann einer Reihe anderer Bands, darunter Killers und Battlezone. Außerdem veröffentlichte mehrere erfolglose Soloalben.

Dauerpatient Di’Anno

Di’Anno hat in den letzten Jahren mit einer Reihe von gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Berichten zufolge musste er sich 2016 einer Operation unterziehen, um einen „Rugbyball-großen Abszess“ an seiner Lunge zu entfernen. Außerdem benötigte er  eine Knie-Ersatz-Operation an beiden Knien, nachdem er über die Jahre in mehrere Motorradunfälle verwickelt war. Infolgedessen war Di’Anno gezwungen, sich bei seinen letzten Auftritten hinzusetzen.

Doch da hören die Krankheitsverläufe nicht auf: In einem Interview im Dezember 2019 sagte Di’Anno, dass er Glück hatte, noch am Leben zu sein, nachdem er vor einigen Jahren eine tödliche Infektion entwickelt hatte.

„Ich bin vor vier Jahren fast gestorben“, verriet Paul. „Ich hatte eine Sepsis in Argentinien, habe es gerade noch nach England geschafft und kam dann direkt ins Krankenhaus. Gehe nun seit vier Jahren im Krankenhaus ein und aus. Zudem wurde ich an beiden Beinen operiert und konnte vier Jahre lang nicht laufen. Wegen der Sepsis bekomme ich immer wieder Infektionen, so dass sie die Operationen nicht machen können. Im Moment habe ich nur noch ein Knie, das andere wurde herausgenommen. Ich habe keine Pläne, mich zur Ruhe zu setzen, ich will weiter spielen aber ich muss erst gesund werden.“

Auf dem Weg zur Genesung

Über seinen Genesungsprozess sagte Di’Anno:  „Die nächste Operation ist ein Ersatz für mein linkes Knie, danach muss ich in die Reha. Dann kann ich mich auf Krücken fortbewegen, was fantastisch wäre. Es kann sein, dass ich mich auf der Bühne hinsetzen muss, aber wenn ich auf einem Bein aufstehen kann, ist es einfacher für das Fliegen. Ich könnte auf der Bühne im Rollstuhl spielen und wenigstens auf Krücken etwas herumhüpfen. Leider wird das den Rest meines Lebens bestimmen.“

Der Brite blickt zurück: „Mir war damals nicht klar, dass ich wirklich im Sterben lag. Als ich zu Hause war und auf dem Boden zusammenbrach, hatte ich nur mein Handy dabei. Ich war auf mich allein gestellt, denn meine Frau und meine Kinder waren in Amerika. Die Sanitäter mussten meine Tür eintreten. Anschließend verbrachte ich acht Monate im Krankenhaus… man hat 45 Minuten Zeit, dich mit Antibiotika vollzupumpen, sonst stirbst du. Das habe ich gerade so geschafft. Acht Monate Genesung, dann in ein Pflegeheim für weitere drei Monate. Mein neues Haus wurde dann für Rollstuhlfahrer angepasst.“

Darauf angesprochen, ob er optimistisch ist, dass er eines Tages auf die Bühne zurückkehren kann, sagte er: „Wenn ich keine Musik machen kann, kann ich mich genauso gut umbringen. Also, ja, mir geht’s gut. Wenn ich erstmal mein Ersatzknie habe und mit der Reha durch bin, geht es mir besser.“

teilen
twittern
mailen
teilen
Iron Maiden hielten SENJUTSU zwei Jahre geheim

Iron Maiden hatten ihr brandneues Album SENJUTSU zwei Jahre lang auf Halde liegen. Dies hat Schlagzeuger Nicko McBrain jüngst im Interview mit dem Radiosender WGRD 97.9 (siehe Video unten) ausgeplaudert. Das bedeutet, die Eisernen Jungfrauen um Bassist Steve Harris haben ihr mittlerweile 17. Studioalbum bereits 2019 eingespielt -- und zwar in einer Pause der damaligen "Legacy Of The Beast"-Tour. Verschlusssache "Was im Grunde passiert ist, war, dass Steve die einzige Kopie des fertiggestellten Produkts hatte", erläutert der Iron Maiden-Trommler. "Er nahm sie mit auf seinen Computer. Das war es. Es wurden keine Kopien an irgendjemand geschickt. Es gab vorab nichts für…
Weiterlesen
Zur Startseite

3 Monate METAL HAMMER nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €