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Ex-Iron Maiden Paul Di’Anno: Kampagne für Knieoperation

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Damit sich der ehemalige Iron Maiden-Sänger Paul Di’Anno seiner lange nötigen Knieoperation unterziehen kann wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um 20.000 Pfund (ca. 27.000 Dollar) zu sammeln.

In einer Nachricht auf der zugehörigen Seite heißt es: „Paul hat die letzten sechs Jahre darauf gewartet, diese Operation durchführen zu können. Jetzt sieht es leider so aus, als ob der einzige Weg, sie schnell durchzuführen, der private ist. Bitte spenden Sie so viel wie möglich, damit wir es für Paul möglich machen können. Wir wissen, dass die Zeiten für alle schwer sind, aber jedes bisschen hilft. Wenn wir alle zusammenkommen, können wir es für ihn schaffen.“

Der 62-Jährige nahm die ersten beiden Alben IRON MAIDEN und KILLERS mit seinen britischen Kollegen auf, bevor er durch Bruce Dickinson ersetzt wurde. In der Folgezeit war er Frontmann einer Reihe anderer Bands, darunter Killers und Battlezone. Außerdem veröffentlichte mehrere erfolglose Soloalben.

Dauerpatient Di’Anno

Di’Anno hat in den letzten Jahren mit einer Reihe von gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. Berichten zufolge musste er sich 2016 einer Operation unterziehen, um einen „Rugbyball-großen Abszess“ an seiner Lunge zu entfernen. Außerdem benötigte er  eine Knie-Ersatz-Operation an beiden Knien, nachdem er über die Jahre in mehrere Motorradunfälle verwickelt war. Infolgedessen war Di’Anno gezwungen, sich bei seinen letzten Auftritten hinzusetzen.

Doch da hören die Krankheitsverläufe nicht auf: In einem Interview im Dezember 2019 sagte Di’Anno, dass er Glück hatte, noch am Leben zu sein, nachdem er vor einigen Jahren eine tödliche Infektion entwickelt hatte.

„Ich bin vor vier Jahren fast gestorben“, verriet Paul. „Ich hatte eine Sepsis in Argentinien, habe es gerade noch nach England geschafft und kam dann direkt ins Krankenhaus. Gehe nun seit vier Jahren im Krankenhaus ein und aus. Zudem wurde ich an beiden Beinen operiert und konnte vier Jahre lang nicht laufen. Wegen der Sepsis bekomme ich immer wieder Infektionen, so dass sie die Operationen nicht machen können. Im Moment habe ich nur noch ein Knie, das andere wurde herausgenommen. Ich habe keine Pläne, mich zur Ruhe zu setzen, ich will weiter spielen aber ich muss erst gesund werden.“

Auf dem Weg zur Genesung

Über seinen Genesungsprozess sagte Di’Anno:  „Die nächste Operation ist ein Ersatz für mein linkes Knie, danach muss ich in die Reha. Dann kann ich mich auf Krücken fortbewegen, was fantastisch wäre. Es kann sein, dass ich mich auf der Bühne hinsetzen muss, aber wenn ich auf einem Bein aufstehen kann, ist es einfacher für das Fliegen. Ich könnte auf der Bühne im Rollstuhl spielen und wenigstens auf Krücken etwas herumhüpfen. Leider wird das den Rest meines Lebens bestimmen.“

Der Brite blickt zurück: „Mir war damals nicht klar, dass ich wirklich im Sterben lag. Als ich zu Hause war und auf dem Boden zusammenbrach, hatte ich nur mein Handy dabei. Ich war auf mich allein gestellt, denn meine Frau und meine Kinder waren in Amerika. Die Sanitäter mussten meine Tür eintreten. Anschließend verbrachte ich acht Monate im Krankenhaus… man hat 45 Minuten Zeit, dich mit Antibiotika vollzupumpen, sonst stirbst du. Das habe ich gerade so geschafft. Acht Monate Genesung, dann in ein Pflegeheim für weitere drei Monate. Mein neues Haus wurde dann für Rollstuhlfahrer angepasst.“

Darauf angesprochen, ob er optimistisch ist, dass er eines Tages auf die Bühne zurückkehren kann, sagte er: „Wenn ich keine Musik machen kann, kann ich mich genauso gut umbringen. Also, ja, mir geht’s gut. Wenn ich erstmal mein Ersatzknie habe und mit der Reha durch bin, geht es mir besser.“

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Iron Maiden: Bruce Dickinson ließ sich neue Hüfte einsetzen

Das Download Festival führt derzeit allerlei Interviews anlässlich einer bevorstehenden TV-Ausstrahlung früherer Download-Shows. Im Zuge dessen haben die Veranstalter auch Bruce Dickinson in eine Videokonferenz gezerrt. Dabei verriet der Iron Maiden-Frontmann, dass er sich kürzlich eine neue Hüfte hat einsetzen lassen. "Vor mehreren Monaten habe ich mir eine neue Hüfte einsetzen lassen", gestand Bruce Dickinson. "Ich ließ mir 14 Zentimeter Titanium in mein Bein hämmern. Weil ich auf der Bühne herumrenne und -springe -- und nach 40 Jahren des linkshändigen Fechtens sie einfach abgenutzt wwar. Die letzte Tour war wirklich ziemlich schmerzhaft. Ich führe das auf die Tatsache zurück, dass kurz…
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