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Exodus: Halsbrecher und Schädelspalter

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Das komplette Interview mit Gary Holt von Exodus findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Hat die Rückkehr von Frontmann Rob Dukes Auswirkungen auf die Riffs oder Arrangements gehabt?

Gary Holt: Rob ist ein hervorragender Texter, aber eigentlich lasse ich mich davon nicht beeinflussen, wer bei uns am Mikro steht. Ich lasse die Riffs einfach aus meinem Kopf raus. Was tatsächlich Einfluss genommen hat auf die Lieder, ist seine stimmliche Vielseitigkeit. Rob zeigt auf GOLIATH, was stimmlich wirklich in ihm steckt. Man hört seine massiven Heavy Rock-Einflüsse auf dieser Scheibe, aber das behaupte ich auch von mir: Ich bin im Grunde meines Herzens ein Hard Rock-Gitarrist, der eigentlich viel zu schnell spielt und eine Zeit lang zu viel Speed konsumiert hat.

Ich komme aus einer Zeit, in der es Heavy Metal noch gar nicht gab und bin mit Aerosmith, AC/DC, Nazareth, Montrose und Ted Nugent aufgewachsen. Ich sage immer, dass wir wie eine Mischung aus Blackfoot und Discharge klingen. Zu Hause höre ich nichts anderes als Sportradio oder Adele, keinen Metal. Das ist wie bei einem Automechaniker. Der will zu Hause auch nichts mit Karren zu tun haben.

„Wir brechen noch immer Hälse!“

MH: Nachdem euer ehemaliger Sänger Steve Souza Mitte letztes Jahr sagte, die Trennung wäre für beide Seiten das Beste gewesen – habt ihr noch Kontakt?

GH: Nein, aber ich chatte noch mit seinem Gitarristen, weil er manchmal ein paar Fragen hat, wie einzelne Lieder aus unserem Katalog zu spielen sind. Da helfe ich natürlich gern. Wobei es jetzt auch schon viele Tab-Bücher zu Exodus gibt, die komplett akkurat sind.

MH: GOLIATH bietet stilistisch eine weite Bandbreite. Wie vermeidet man es als Band, sich nach vier Jahrzehnten Thrash Metal-Geschichte zu wiederholen?

GH: Egal, ob neunminütiger Progressive Metal oder drei Minuten Thrash-Gemetzel: Wir schreiben immer aus dem Herzen. Ich glaube, das Beste kommt aus uns heraus, wenn wir glauben, dass sich die ganze Welt gegen von uns verschworen hat – das ist wirklich so! (lacht) Irgendwie motiviert das einen, noch härter gegen sich selbst zu sein. Jetzt mal ernsthaft: Wer in unserem Alter zieht noch eine Show wie Exodus ab?! Die anderen stehen mit Sonnenbrillen und Hüten auf der Bühne rum, aber wir brechen noch immer Hälse! Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir nach wie vor nicht den Eindruck haben, den gerechten Lohn für unsere Musik und unsere Arbeit erhalten zu haben.

„Ich bereue gar nichts.“

MH: Was bedeutete Erfolg für den jungen Gary Holt im Vergleich zu heute?

GH: Ich bin absolut glücklich in meiner Haut und verschwende keinen Gedanken darüber, ob es Exodus nicht verdient hätten, noch erfolgreicher zu sein. Ich bin Musiker und kann von meiner Arbeit leben – und das seit vier Dekaden! Es gibt überhaupt keinen Grund, rumzuheulen. Ich bereue gar nichts. Wenn mich jemand fragt, warum Metallica größer sind als wir, antworte ich immer: „Weil sie damals einfach besser waren: MASTER OF PUPPETS ist das verdammt noch mal größte Metal-Album aller Zeiten.“ Aber gewinnen Metallica heute den direkten Vergleich gegen Exodus? Auf gar keinen Fall! Wer Exodus auf der Bühne besiegen will, soll das erst einmal beweisen.

Warum GOLIATH grooviger als gewohnt klingt, ob sich Exodus aktuell in einer kreativen Hochphase befinden und wie die Gastbeiträge zustande kamen, lest ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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