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Gene Simmons äußert sich zur #MeToo-Debatte

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Kiss-Bassist Gene Simmons gibt gerne und zu allem möglichen seinen Senf dazu. Kürzlich äußerte er sich in einem Interview mit Toronto Sun zu der derzeitig wieder aktiven #MeToo-Debatte. Der Kiss-Rocker tat darin seine Sorge zur Bewegung kund, die er so erfreulich als „abscheulichen Kollateralschaden“ bezeichnet. Das begründete er wie folgt:

„Der Kollateralschaden ist abscheulich, weil jeder etwas sagen kann und es keine Unschuldsvermutungen gibt. Das ist das Problem. Es passiert nicht vor Gericht.“

Um sich mit seinen Aussagen nicht komplett in den Sand zu setzen, versucht Simmons sich noch irgendwie für Aspekte der gesamten #MeToo-Debatte auszusprechen: „Ich denke, es ist wunderbar für Frauen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Die positive Seite ist, dass es viele Bösewichte gibt, die damit durchkommen sind.“

Dem fügt er dann jedoch noch hinzu: „Sobald jemand weint und die Mascara läuft, ist das Leben des Kerls ruiniert und es ist vorbei. Vielleicht ist er schuldig vielleicht aber auch nicht. Wieso geht man damit nicht vor Gericht? Daran verdient man mehr Geld. Man wird den Schuldigen jeden Tag erneut in Verlegenheit bringen. Ich unterstütze alles und jeden, der der Rechtsstaatlichkeit folgt. Hol dir einen Anwalt. Tu es legitim.“

Bei solch einer Aussage lassen sich die Leichen im Keller leicht riechen. So soll Simmons selbst mindestens zwei Frauen gegenüber ein unangemessenes Verhalten gezeigt haben.

Diese Beschuldigungen wies er in einem Interview mit BBC Hard Talk aber sehr starr von der Hand: „Plötzlich, 44 Jahre später kommt jemand und sagt: ‘Dieser Typ ist ein schlechter Typ.’ Es ist nicht wahr. Ich denke, dass das Klima schrecklich schlecht ist und gleichzeitig die richtigen Frauen stärkt. Es gibt einige wirklich schlimme Typen da draußen. Ich bin zufällig nicht einer von ihnen.“

Den Finger auf Andere richten kann Simmons scheinbar. Eine Veränderung erwartet er von der Debatte scheinbar eh nicht:

„Ich denke der Shitstorm wird für eine Weile andauern, bis es sich eingependelt hat. Im Moment ist es extrem. Aber ich bin der Letzte, der etwas von diesem Zeug versteht.“ Und mit diesem letzten Satz hätte man das Ganze zu Beginn das Interviews auch einfach abkürzen können.

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