Wenn es einen Rock-Musiker gibt, der bekannt dafür ist, seine Meinung zu allem lautstark zu teilen, dann ist es Gene Simmons. Dennoch findet der Kiss-Bassist, Schauspieler und Musiker sollten mit ihrer Meinung mehr hinterm Berg halten – besonders, wenn es um Politik geht.
Fehlende Qualifikationen?
In einem Interview mit TMZ wird Simmons darauf angesprochen, dass Schauspieler wie Ben Stiller (etwa ‘Nachts Im Museum’) aktuell viel Kritik an US-Präsident Donald Trump äußern. Stiller hatte Trump verboten, seine Filmszenen für ein Video zum Angriff auf den Iran zu verwenden. Auf die Frage von TMZ meint Simmons in einem sarkastischen Ton: „Klar, weil alle darauf hören sollten, was Schauspieler und Comedians sagen, weil die ja so qualifiziert sind.
Halt einfach die verdammte Klappe. Mach deine Kunst und sei still. Niemand interessiert sich für deine Meinungen, und da bin ich auch gemeint. Für wen ich wähle, wen ich gern habe. Was glaubt ihr, wer ihr seid?“, predigt das Kiss-Mitglied. Simmons hatte sich in der Vergangenheit überwiegend positiv zum aktuellen US-Präsidenten geäußert und war schon 2008 in dessen Reality TV-Show ‘Celebrity Apprentice’ zu Gast. 2022 sagte er jedoch in einem Interview, Trump hätte sich seit seinem ersten Amtsantritt stark verändert.
Zeit, die Klappe zu halten
Im Interview mit TMZ führt er weiter aus: „Die Menschen in den USA arbeiten hart für ihren Unterhalt und sie wollen nicht von Leuten belehrt werden, die in Villen wohnen und Rolls Royce fahren. Es ist an der Zeit, dass jeder in der Unterhaltungsindustrie mal die Klappe hält und einfach seine Kunst macht. Niemanden interessiert es, was ihr denkt! Mich sicher nicht. Was denkt Mark Ruffalo (‘Avengers’ oder ‘Poor Things’) über Politik? Ist mir egal.“
Kiss standen zuletzt in der Kritik, weil sie im Weißen Haus die Kennedy Center-Ehrenmedaille von Donald Trump entgegennahmen. Wenige Tage danach sprach Gene Simmons mit einem Unterausschuss für geistiges Eigentum des Justizausschusses des US-Senats. In der Anhörung ging es um den Gesetzesentwurf zur Verpflichtung von Radiounternehmen, Interpreten für das Abspielen ihrer Musik zu bezahlen (American Music Fairness Act).
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