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Iron Maiden: Nicko McBrain hatte Kehlkopfkrebs

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Diskret sein ist manchmal alles im Musikgeschäft. Iron Maiden-Schlagzeuger Nicko McBrain nahm sich zuletzt sogar so sehr zurück, dass niemand in der Öffentlichkeit von seinem Kehlkopfkrebs erfuhr — bis jetzt. Denn nun hat der Brite in einem Interview darüber gesprochen. Demnach wurde bei dem Musiker Krebs im Stadium 1 festgestellt. Innerhalb einer Woche operierten ihn die Ärzte des Sylvester Comprehensive Cancer Center der Universität von Miami. Seitdem geht er alle paar Monate zu Kontrolluntersuchungen.

„Wenn ich Schlagzeug mit Iron Maiden spiele, schreie und brülle ich irgendwie“, berichtet Nicko McBrain, „wie ein Judo-Typ, der die Matte schlägt. Doch wenn man sich in einem ruhigen Raum hinlegt, spricht, seine Stimme in seinem Kopf hört und eine Erkältung hat, klingt man anders. Und das ist mir passiert. Mich hat meine anders klingende Stimme sehr daran erinnert, wie es ist, wenn ich von einer Tournee oder einem Konzert nach Hause komme. Nur hatte ich gar keine Erkältung oder irgendwelche Krankheitssymptome. Darüber hinaus bemerkte ich, dass ich mich während Unterhaltungen öfter räusperte. Also machte ich mich einfach daran, einen Arzt anzurufen.“

Keine Scheu

Laut David E. Rosow, dem Leiter der Laryngologie an der Uni von Miami, ist Kehlkopfkrebs äußerst gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird. „Jeder, der eine Veränderung seiner Stimme feststellt, die länger als drei Wochen dauert, sollte einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt konsultieren, der die Stimmbänder untersucht. Es gibt viele Fälle mit einer Stimmveränderung wie bei Nicko, bei denen der Tumor oft nicht größer als ein oder zwei Milimeter ist. Das macht es leichter, ihn komplett zu entfernen. Die Prognose bei früh entdeckten Tumoren im Stadium 1 ist exzellent mit veröffentlichten Heilungsraten bei 95 Prozent und höher.“ 

Beim Iron Maiden-Trommler saß der Tumor in einem Teil der Stimmbänder. „Ich empfehle eingehend, dass jeder, der spürt, dass etwas anders ist bei seiner Stimme, sich untersuchen lässt. Und schiebt es nicht auf. Es war sehr gut für mich, dass man es im Stadium 1 entdeckt hat.“ McBrain ist bekanntlich nicht das einzige Iron Maiden-Mitglied, das Krebs hatte. Bei Frontmann Bruce Dickinson fanden die Ärzte Ende 2014 einen golfballgroßen Tumor auf seiner Zunge sowie ein weiteres Geschwür in einem Lymphknoten im Hals. Nach einer neunwöchigen Chemotherapie sowie anschließender Bestrahlung galt der Sänger im Mai 2015 als geheilt.

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