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Iron Maiden: Simon Dawson bringt Stabilität

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Iron Maiden-Frontmann Bruce Dickinson hatte sich neulich schon einmal mehr als angetan von Simon Dawson gezeigt — dem Nachfolger von Drummer Nicko McBrain, welcher aufgrund seiner Gesundheit keine Tourneen mehr spielt. Nun legt der Sänger nach: Laut dem 67-Jährigen verleiht der British Lion-Schlagzeuger den Eisernen Jungfrauen live eine enorme musikalische Stabilität.

Stabile Bereicherung

Im Interview bei „Rock Of Nations With Dave Kinchen And Shane McEachern“ sollte Bruce Dickinson einordnen, ob es sich „seltsam“ oder „surreal“ anfühle, McBrain nicht hinter dem Iron Maiden-Drumkit sitzen zu sehen. „Aus der Perspektive, dass das, was ich höre, nicht Nicko ist, ist es nicht komisch“, erwidert der Brite. „Daher erwarte ich es gar nicht, Nicko zu sehen, denn alles an Simon ist anders. Seine Trommeln sind anders gestimmt, er spielt die Songs mit einem anderen Gefühl als Nicko. Deswegen drehe ich mich nicht um und denke: ‚Schockschwerenot, Nicko sollte doch dort sein.’ Denn von Sound her ist es offensichtlich, dass er nicht da ist. Das Schlagzeug ist viel tiefer gestimmt, die Drums sind viel fetter.

Und Simon hält sich an das Programm, was die Geschwindigkeit des Stückes angeht. Er ist jedes Mal absolut pingelig, wenn es um das richtige Tempo geht. Wir als Band wissen das tatsächlich wirklich zu schätzen. All die Gitarristen grinsen total — bis über beide Ohren. Steve Harris geht es genauso. Denn jedem geht es nicht so: ‚Hey, immer mit der Ruhe, langsamer bitte hier.’ Das bringt Simon also hinein: Diese Stabilität. Und er versucht nicht, Nicko zu sein. Man kann nicht Nicko sein. Es gibt nur einen Nicko, er ist einzigartig. Deswegen haben wir uns keinen Klon ausgesucht. Und es gab viele Schlagzeuger, die das kopiert haben, was Nicko gemacht hat, aber einen von denen wollen wir nicht. Wir wollten jemanden, der ein anderes Feeling hat.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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