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Jay Weinberg bereut seine Zeit mit Slipknot nicht

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Erst kürzlich betonte die frühere Nightwish-Frontmann Anette Olzon, dass sie keinen Groll gegen ihre einstige Band hegt. Ins gleiche Horn stößt nun Jay Weinberg, der bis November 2023 bekanntlich bei Slipknot die Felle verdrosch. Im Interview beim The Garza Podcast von Suicide Silence Gitarrist Chris Garza verriet der Trommler, dass er seine Zeit bei den Maskenmetallern nicht bereut.

Alles hat ein Ende

„Darüber wurde viel gesagt“, leitet Jay Weinberg seine Gedanken dazu ein, „aber ich glaube nicht, dass es Sinn ergibt, mit Bedauern zu leben. Es geht um die eigene Flugbahn. Wenn man so hart wie möglich arbeitet, sein Bestes gibt, sich einbringt und Dinge aus den richtigen Gründen macht, führt einen das von einem erfüllenden Moment zum nächsten. […] Vor Kurzem hat ein Freund von mir gesagt: ‚Das Einzige, was im Leben beständig ist, ist die Vergänglichkeit. Wenn man sich damit wohlfühlt, hat man die Chance, seinen Weg weiterzugehen. […] Und mit dieser Idee der Vergänglichkeit im Hinterkopf bedauere ich rein gar nichts von diesen Dingen.“

Kürzlich hatte Jay Weinberg in einem aktuellen Interview mit dem US-amerikanischen Rolling Stone zu Protokoll gegeben, dass er immer noch nicht die Gründe für seine Demission bei Slipknot kennt. Um ehrlich zu sein ist es am Ende eines sowieso sehr schwierigen Jahres innerhalb der Band geschehen. Vielleicht hatte es etwas mit diesen vorher bestehenden Spannungen in Band zu tun, die irgendwie zurückgekommen sind. Aber ich habe keine Erklärung bekommen — einfach nur: ‚Es ist eine kreative Entscheidung, und du bist nicht mehr der Schlagzeuger von Slipknot.‘

Danach meinte der Manager: ‚Wir würden gerne morgen ein gemeinsames Statement mit dir veröffentlichen. Nimm dir den Rest des Tages, um darüber nachzudenken. Du kannst mich für den Rest des Tages erreichen, wenn du reden willst.‘ Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen. Ich hatte mich dieser Sache mit komplettem Fokus, Tatendrang, Aufmerksamkeit und Liebe verschrieben — trotz der Schwierigkeiten und Dinge, die passieren, wenn man in so ein volatiles und dunkles Umfeld eintritt. Und dann hatte ich nichts außer Fragen.

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Also ging ich mit meiner Frau spazieren, um einen klaren Kopf zu kriegen und zu verarbeiten, was gerade geschehen war. Zwanzig Minuten später hatten sie ihr eigenes Statement online gepostet. […] Wie gesagt: Es kam nach einem außergewöhnlich angespannten Jahr für die Band. Da waren Dinge in seit 25 Jahren bestehenden Beziehungen, die ich nur als Außenseiter betrachten konnte. Es kam ohne eine Erklärung, ohne Grund. Damals war es verwirrend. Und wenn ich total ehrlich bin, bleibt es verwirrend.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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