Die einstige Nightwish-Frontfrau Anette Olzon bringt bekanntlich auf ihrer anstehenden Europatournee Songs ihrer beiden Alben mit Toumas Holopainen und Co. zu Gehör — sprich: Stücke von DARK PASSION PLAY (2007) sowie IMAGINAERUM (2011). In einem aktuellen Interview mit Chaoszine wurde die zwischenzeitliche Nachfolgerin von Tarja Turunen am Mikro der finnischen Symphonic-Metaller gefragt, ob sich ihre Sicht auf die gemeinsame Vergangenheit seit ihrer Demission verändert hat.
Abgehakt
„In der Tat hat sie das“, bestätigt Anette Olzon. „Ich verspüre weder Groll noch Wut gegenüber ihnen. Und tatsächlich habe ich Tuomas eine E-Mail geschrieben, als ich [im Herbst 20s5 — Anm.d.A.] auf Tour [durch Südamerika] war. Dabei habe ich einfach nur gefragt, ob es okay ist, dass ich diese Lieder singe. Nein, ich fühle mich diesbezüglich wirklich gut. Nachdem ich meinen Einstand bei ihnen gegeben hatte, waren wir so heftig auf Tournee.
Und das Ende war für keinen von uns schön. Doch jetzt ist das so viele Jahre her und ich habe keinerlei Resentiments gegenüber der Band. Ich hoffe, dass wir uns eines Tages treffen und sagen können: ‚Okay, wir hatten auch gute Zeiten.’ Ich persönlich verspüre gar keine Wut. Man muss das hinter sich lassen. Ich finde, man sollte keinen Groll hegen. Je älter man wird, desto mehr weiß man das. Man sollte einfach vergeben und vergessen.“
Darüber hinaus plauderte Anette Olzon noch darüber, was die Zukunft nach den geplanten DARK PASSION PLAY/IMAGINAERUM-Shows für die Sängerin bereithält. „Was The Dark Element angeht [Projekt mit ehemaligem Sonata Arctica-Gitarrist Jani Liimatainen], ist es so, dass Jani nach Brasilien gezogen ist und es ihm gutgeht. Ich glaube nicht, dass er derzeit Musik machen will. Wir werden sehen. Wenn er etwas machen will, werde ich da sein. Das dritte Allen/Olzon-Album ist tatsächlich schon aufgenommen [Projekt mit Symphony X-Sänger Russell Allen], das wird also erscheinen. Ich weiß nicht genau, wann, aber es ist gemischt und so weiter. Also vielleicht in diesem Jahr.
Solosachen habe ich nicht geplant, weil ich mich darauf fokussieren werde, live zu singen. Es steht also ein Monat durch Europa an, dann kommt Südamerika im Oktober mit einem Orchester. Dort reise ich in ein paar neue Länder. Und nächstes Jahr dann vielleicht die USA. Ich würde auch gerne nach Japan fahren. Und vielleicht ein paar Festivals, wenn es jemanden gibt, der uns nächsten Sommer will. Die nächsten zwei Jahre werde ich also live spielen, ich werde schließlich auch älter. Dieses Jahr werde ich 55. Aber solange es Spaß macht und die Familie damit einverstanden ist, dass ist fortgehe, werde ich es machen.“
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