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Lindemann: Brüderchen & Brüderchen

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Das komplette Interview mit Lindemann findet ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2019, erhältlich ab dem 13.11.2019 am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Das Debüt SKILLS IN PILLS von Rammstein-Sänger Till Lindemann und Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) haben viele Fans als einmalige Aktion von zwei Freunden abgetan. Jetzt belehren uns die beiden eines Besseren, veröffentlichen mit F & M Album Nummer zwei und kündigen sogar eine Tour an.

METAL HAMMER: Nach außen wirkt es so, als ob Lindemann mehr und mehr zu einer richtigen Band wird. Zwei Veröffentlichungen in relativ kurzer Zeit, nächstes Jahr wird es eine Tour geben. Seht ihr das ähnlich?

Till Lindemann: So ist das nun mal. In etwa so, als wenn man seine Frau betrügt: Zuerst ist es nur ein Wochenende, dann eine ganze Woche, und dann verbringt man den gesamten Urlaub zusammen.

Peter Tägtgren: Solange es Spaß macht… Die Tour im letzten Dezember in Russland war die verrückteste, die ich jemals mitgemacht habe. Ich hatte mindestens 15 Mal das Gefühl, dass ich sterbe. Wir haben uns totgelacht, der reine Wahnsinn.

TL: Es gab jede Menge Kopfschmerzen und Hang-Overs, wie der Rock’n’Roll in den Achtzigern.

PT: Es war Sex, Drugs & Rock’n’Roll, von A bis Z, die gesamte Zeit über. Alles, was man sich vorstellen kann, passierte tatsächlich.

MH: Ihr stammt aus zwei verschiedenen Ländern, seid charakterlich komplett unterschiedlich, funkt aber trotzdem auf der gleichen Wellenlänge. Ist dies das geheime Rezept für Lindemann?

PT: Auf irgendeine Art sind wir wie Brüder verschiedener Mütter, wir haben sehr viele Gemeinsamkeiten: Wir haben beide unser eigenes Dorf, und vieles andere mehr.

TL: Das gefiel mir sofort, als ich Peter zum ersten Mal besuchte. Sein Bruder ist ebenso sein direkter Nachbar wie meine Schwester für mich. Seine Eltern wohnen im gleichen Ort, ebenso wie auch meine Mutter in meinem Dorf lebt. Auch unsere jeweiligen Freunde wohnen ganz in der Nähe. Als Peter mich nach ein paar Jahren bei mir zu Hause besuchte, stellte er fest, dass die Situation die gleiche ist wie bei ihm – als ob man das kleine schwedische Dorf nach Norddeutschland verpflanzt hätte. Unsere Lebenssituationen sind sich unglaublich ähnlich.

MH: Tills Tochter ist ebenso involviert wie Peters Sohn, richtige Familienbanden.

TL: Exakt.

PT: Außerdem versuchen wir beide, so viel wie möglich selbst zu machen – jetzt sogar unsere Videos.

TL: Peter hat die gleiche Großzügigkeit, wie er Menschen behandelt und sich um Freunde kümmert. Da gibt es eine große Fürsorge für die Menschen um ihn herum. Wir sind wirklich seelenverwandt.

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MH: Vielleicht haben die Schweden tatsächlich ein besonders großes Herz?

TL: Das müssen sie dann aber offenbar mit Death Metal kompensieren und sich so grausam gebärden. (lacht)

MH: Peter hat viele Fans aus der Pain- und Hypocrisy-Ära, Till durch Rammstein. Welche dieser beiden Zielgruppen habt ihr besonders im Visier?

PT: Keine von beiden. Wir möchten einfach nur mit dem Resultat glücklich sein. Es war immer schon so, dass ich Musik eigentlich nur für mich selbst mache. Wenn ich mit einem Ergebnis glücklich bin, genügt mir das. So war es damals auch mit meinem ersten Plattenvertrag. Niemand wollte mich haben, bis mir irgendwann Nuclear Blast einen Deal angeboten hatten. Deshalb gilt für mich: Man muss an sich selbst glauben. Natürlich freut man sich über Lob, es ist ein schöner Nebeneffekt. Aber ich würde verrückt werden, wenn ich gezielt für Konsumenten schreiben müsste.

Das komplette Interview mit Lindemann findet ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2019, erhältlich ab dem 13.11.2019 am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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