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Machine Head: Über Mut, Neuerfindung und negative Kritik

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Mit den neuen Songs von CATHARSIS werden Machine Head ihre Fans überraschen – und womöglich vor den Kopf stoßen. Nicht zum ersten Mal: Von den frühen Jahren ihrer Karriere an haben Robb Flynn und seine Mannschaft Grenzen ausgelotet und ausgetretene Pfade in Richtung klanglich gewagter Felder verlassen.

METAL HAMMER: Zwölf Lieder enden unter fünf Minuten: Wolltet ihr wieder direkter zum Punkt kommen?

Robb Flynn: Das Fett musste weg, das Songwriting und die Geschichte standen komplett im Mittelpunkt. CATHARSIS fühlt sich für mich an wie ein Film. Und genau so ist dieses Album geschrieben: ‘Bastards’ ist der Song, um den sich das ganze Album entwickelt, mit dem Leitsatz: „Bleibt standhaft, lasst euch nicht einschüchtern!“ Das ist ein Credo, das auch in anderen Liedern wieder auftaucht und den Lauf bestimmt. Am Ende ist es eben so: Die besten Lieder erzählen Geschichten.

Ist dies, musikalisch gesehen, euer mutigstes Album seit THE BURNING RED?

CATHARSIS hätte definitiv nach THE BURNING RED (1999) erscheinen können. Wir haben den Prozess komplett über den Haufen geworfen: Anstatt mit einem ganzen Album ins Studio zu gehen, nahmen wir jedes Lied einzeln und direkt nach Fertigstellung auf. So fühlte sich alles immer total frisch an. Das ist eine Arbeitsweise, die eigentlich eher den Aufnahmen zu einem Demo entspricht. Mal ehrlich: Eigentlich sind die Demos doch immer besser als das fertige Album, weil dort die rohe, chaotische Energie fehlt. Manchmal waren die Songs noch so jungfräulich, dass wir sie während der Aufnahmen noch nicht mal auswendig kannten. Ein Beispiel ist ‘Kaleidoscope’ – auf CATHARSIS hört man tatsächlich, wie wir dieses Lied zum ersten Mal spielen. Die späteren Versionen waren allesamt schlechter.

Hat es Spaß gemacht, sich als Musiker auf gewisse Art neu zu erfinden?

Ich bin mit Soul, R’n’B und den Beatles aufgewachsen. Alles, was ich an Melodien in Machine Head einbringe, stammt aus dieser Zeit. Es gibt unzählige Gesangs­linien auf CATHARSIS, die auf Paul McCartney und John Lennon fußen. Wir haben das zwar früher auch schon probiert, aber nicht in diesem Ausmaß.

Du bist in den Sozialen Medien sehr aktiv und offen, was deine Meinung angeht. Wie gehst du mit Kritik um, die in der Konsequenz auf dich einprasselt?

Jeder muss tun, was er für richtig hält. Irgendjemand wird deine Meinung immer scheiße finden. Wir alle möchten gemocht werden, da nehme ich mich nicht aus – aber ich mache das jetzt seit 33 Jahren und stehe gewissermaßen in der Öffentlichkeit, seit ich volljährig bin. Heute bin ich 50 Jahre alt, und Kritik über Soziale Medien ist mir mittlerweile scheißegal. Früher war das durchaus mal anders.

Das komplette Interview mit Robb Flynn findet ihr nur in der METAL HAMMER-Februarausgabe:

Die METAL HAMMER Februar-Ausgabe 2018: Machine Head, Bruce Dickinson, Watain u.v.a.

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